Pallade Veneta - Bundesrat stellt sich hinter geplantes Demokratiefördergesetz des Bundes

Bundesrat stellt sich hinter geplantes Demokratiefördergesetz des Bundes


Bundesrat stellt sich hinter geplantes Demokratiefördergesetz des Bundes
Bundesrat stellt sich hinter geplantes Demokratiefördergesetz des Bundes / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Der Bundesrat hat sich im Grundsatz hinter das von der Bundesregierung geplante Demokratiefördergesetz gestellt. Das geht aus einer am Freitag beschlossenen Stellungnahme zu der Vorlage der Bundesregierung hervor. "Ich begrüße, dass der Bund die Förderung von Demokratie mit diesem Gesetz fest verankert und zivilgesellschaftliches Engagement stärkt", sagte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) in der Debatte.

Textgröße ändern:

Die Neuregelung soll es dem Bund erstmals ermöglichen, Initiativen gegen Gewalt und Rassismus langfristig finanziell zu unterstützen. Dadurch sollen die geförderten Initiativen mehr Planungssicherheit bekommen. Der Bundesrat verlangt allerdings in seiner Stellungnahme eine stärkere Beteiligung der Länder bei der Umsetzung der neuen Vorschriften. Über den Gesetzentwurf wird nun weiter im Bundestag sowie dann abschließend auch im Bundesrat beraten.

"Wir wollen gewährleisten, dass zivilgesellschaftliches Engagement dauerhaft Bestand hat", sagte Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) im Bundesrat zu dem geplanten Gesetz. Sie verwies dabei besonders auf den Rechtsextremismus als "größte Gefahr für unsere Demokratie". Paus mahnte die demokratische Parteien zu einer klaren Abgrenzung. Es sei wichtig, "dass die Brandmauer nach rechts steht".

Auch Sachsens Justizministerin Katja Meier (Grüne) rief dazu auf, sich "denen entgegenzustellen, die demokratische Abläufe untergraben wollen". Demokratiefeindliche Einstellungen seien auch in Deutschland auf dem Vormarsch, warnte sie, ebenso auch Hassreden im Netz. Erinnert wurde in der Debatte auch an rechtsextreme Gewalttaten wie die Morde von Hanau vor fast genau drei Jahren.

Über das Demokratiefördergesetz wird schon seit Jahren diskutiert. Es war ursprünglich von der großen Koalition geplant worden, allerdings stellte sich die Union seinerzeit quer. Sie fürchtete, es könnten damit auch linksextremistische Gruppierungen gefördert werden. Dem trat Paus ausdrücklich entgegen. Es gebe für solche Befürchtungen keinen Anlass und es sei "selbstverständlich, dass alle Zuwendungsempfänger die Ziele des Grundgesetzes zu achten haben".

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Gespräche in der EU über Reform des Auswärtigen Dienstes

Die Europäische Union hat am Mittwoch Gespräche über eine Reform ihres Auswärtigen Dienstes aufgenommen. Deutschland und Frankreich stellten bei einem Treffen der EU-Außenminister im irischen Wicklow bei Dublin ihre Vorschläge vor.

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Textgröße ändern: