Pallade Veneta - Berliner CDU-Chef Wegner will ohne vorherige Präferenz mit SPD und Grünen sprechen

Berliner CDU-Chef Wegner will ohne vorherige Präferenz mit SPD und Grünen sprechen


Berliner CDU-Chef Wegner will ohne vorherige Präferenz mit SPD und Grünen sprechen
Berliner CDU-Chef Wegner will ohne vorherige Präferenz mit SPD und Grünen sprechen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Der Berliner CDU-Chef und Wahlgewinner Kai Wegner will sich nicht auf eine Reihenfolge der Gespräche mit SPD und Grünen festlegen. "Wir haben zur gleichen Zeit die Einladung ausgesprochen, damit gar keine Präferenzen erkennbar sind", sagte Wegner am Dienstag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. "Nein, ich habe da auch gar keine Präferenzen - ernsthaft, ich werde mit beiden sehr offen sprechen."

Textgröße ändern:

Ihm gehe es darum, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu entwickeln. "In den letzten sechs Jahren hat Rot-Grün-Rot auf offener Bühne gestritten, und das wollen die Berlinerinnen und Berliner nicht mehr", sagte Wegner. Es müsse zusammengearbeitet werden, und es müssten die Probleme Berlin gelöst werden. "Und das ist mein Ziel bei den Sondierungen - und da werde ich mit SPD und Grünen ausloten, was da geht."

Wegner sagte, die Verkehrspolitik habe die Bevölkerung Berlins zuletzt sehr gespalten - "Innenstadt gegen Außenbezirke, Fahrrad gegen Auto." Er wolle Berlin wieder zusammenführen. "Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, wenn man sich die Wahlkarte jetzt auch anschaut nach der Wahl, dass in den Außenbezirken die CDU sehr stark ist - in der Innenstadt haben Sie viele grüne Wahlkreise, und jetzt geht es darum, diese Stadt wieder zusammenzuführen."

Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage für RTL und ntv sagen 65 Prozent der Wahlberechtigten in Berlin, dass die CDU aufgrund des Wahlergebnisses den Auftrag zur Regierungsbildung habe. Bei den bevorzugten Koalitionen nannten 45 Prozent ein Bündnis von CDU und SPD, 33 Prozent befürworten eine Fortsetzung der bisherigen rot-grün-roten Koalition. Nur 15 Prozent sind für ein Bündnis aus CDU und Grünen.

Aus der Wahl am Sonntag war die CDU mit 28,2 Prozent als klare Siegerin hervorgegangen. Die SPD landete mit nur 105 Stimmen Vorsprung auf Platz zwei vor den Grünen. Beide Parteien erhielten jeweils 18,4 Prozent der Stimmen. Denkbar sind Koalitionen der CDU mit SPD oder Grünen - die aktuelle rot-grün-rote Koalition unter der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat aber auch weiterhin eine Mehrheit.

M.Romero--PV

Empfohlen

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Gespräche in der EU über Reform des Auswärtigen Dienstes

Die Europäische Union hat am Mittwoch Gespräche über eine Reform ihres Auswärtigen Dienstes aufgenommen. Deutschland und Frankreich stellten bei einem Treffen der EU-Außenminister im irischen Wicklow bei Dublin ihre Vorschläge vor.

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Ukraine führt neues zweistufiges Luftalarm-System ein

Die Ukraine überarbeitet ihr Luftalarm-System und führt ein zweistufiges Warnsystem ein. Je nach Art der Bedrohung werde künftig eine Warnung der Stufe gelb oder rot ausgegeben, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Onlinediensten mit. "In der Regel wird die Stufe gelb einen Drohnenangriff anzeigen, während die Stufe rot auf eine Raketenbedrohung hinweisen wird", erläuterte er.

Textgröße ändern: