Pallade Veneta - Nordkorea feuert Interkontinentalrakete auf Japanisches Meer ab

Nordkorea feuert Interkontinentalrakete auf Japanisches Meer ab


Nordkorea feuert Interkontinentalrakete auf Japanisches Meer ab
Nordkorea feuert Interkontinentalrakete auf Japanisches Meer ab / Foto: Anthony WALLACE - AFP

Wenige Tage vor einem gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkorea hat Nordkorea nach Angaben von Seoul und Tokio eine Interkontinentalrakete aufs Japanische Meer abgefeuert. Die japanische Regierung bezeichnete den Vorfall am Samstag als "absolut unverzeihlich" und kündigte eine engere Zusammenarbeit mit USA und Südkorea an.

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Der japanische Regierungssprecher Hirokazu Matsuno teilte am Samstag mit: "Pjöngjang hat eine ICBC-Rakete in Richtung Osten abgeschossen. Sie flog für 66 Minuten." Das Geschoss sei vermutlich von einer Plattform abgeschossen worden, rund 900 km auf einer Höhe von 5700 Metern geflogen und westlich der Insel Hokkaido gelandet.

Japan habe durch diplomatische Kanäle bereits gegen den Test protestiert und wolle sich im UN-Sicherheitsrat und beim Treffen der G7-Außenminister "eng mit der internationalen Gemeinschaft einschließlich den USA und Südkorea abstimmen". "Diese Reihe an Aktionen durch Nordkorea bedroht den Frieden und die Stabilität Japans und ist absolut unverzeihlich", sagte der Sprecher. Japanische Behörden wollten nun untersuchen, wie die Rakete betrieben wurde.

Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministers Kazuya Hamada hatte die Rakete eine Reichweite von rund 14.000 Kilometern und hätte damit theoretisch auch das Festland der USA erreichen können. Im November hatte Nordkorea bereits eine Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-17 mit ähnlicher Flugzeit abgefeuert, die ebenfalls westlich der Insel Hokkaido im Meer niederging.

Der Abschuss der Rakete vom Samstag fand nur Tage vor einem geplanten gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas und der USA statt. Erst am Freitag hatte Nordkorea mit einer "beispiellosen" Reaktion auf die geplante Militärübung gedroht, bei denen die USA und Südkorea eigenen Angaben zufolge ihre Reaktion auf einen Atomwaffeneinsatz durch Pjöngjang üben wollen.

Die regelmäßigen Militärübungen der beiden Länder werden von Nordkorea scharf verurteilt, das Außenministerium in Pjöngjang bezeichnete die für dieses Jahr geplanten Manöver am Freitag "als Vorbereitungen für einen Angriffskrieg". Nachdem sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zuletzt drastisch verschärft haben, hatten die USA und Südkorea Ende Januar angekündigt, ihre Manöver auszuweiten.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte im November erklärt, er wolle sein Land zur "stärksten Atommacht der Welt" machen. In vergangenen Jahr hatte Nordkorea eine nie dagewesene Zahl an Waffentests vorgenommen, darunter der Start seiner bisher am weitesten entwickelten Interkontinentalrakete im November.

A.Rispoli--PV

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