Pallade Veneta - Baerbock und Faeser sagen 50 Millionen Euro zusätzlich für Erdbebenopfer zu

Baerbock und Faeser sagen 50 Millionen Euro zusätzlich für Erdbebenopfer zu


Baerbock und Faeser sagen 50 Millionen Euro zusätzlich für Erdbebenopfer zu
Baerbock und Faeser sagen 50 Millionen Euro zusätzlich für Erdbebenopfer zu / Foto: OZAN KOSE - AFP

Bei ihrem Besuch im türkischen Erdbebengebiet haben Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zusätzliche Hilfen für die Katastrophenopfer in der Türkei und Syrien in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro zugesagt. Die Bundesregierung wolle damit "deutlich machen, dass wir als Weltgemeinschaft diese Katastrophe sehen und den Menschen beistehen", sagte Baerbock am Dienstag in der südtürkischen Ortschaft Pazarcik.

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Deutschlands Hilfe für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien steigt demnach auf 108 Millionen Euro. Die Hilfsgelder würden "insbesondere für Zelte, für medizinische Hilfe, für Nahrungsmittel" verwendet, sagte Baerbock. Demnach gehen von den neu zugesagten Hilfen 33 Millionen Euro an die Türkei. Die übrigen 17 Millionen seien für den Norden Syriens gedacht, "damit wir über die Vereinten Nationen und Helfer vor Ort auch dort die Menschen erreichen können".

Die Ministerinnen trafen am Dienstag kurz nach erneuten schweren Beben in der Region in Gaziantep ein, um persönlich mit Betroffenen und Helfern zu sprechen. Baerbock versicherte, die Bundesregierung werde in ihrer Unterstützung auch dann nicht nachlassen, "wenn die Katastrophe und ihre Folgen in den Nachrichten von anderen Schlagzeilen verdrängt werden".

Baerbock nannte vorab das Ausmaß der Katastrophe mit fast 45.000 Toten in der Türkei und Syrien "schier unfassbar und extrem bedrückend". Bei ihrem Besuch in der türkischen Erdbebenregion nahe Syrien wollten Faeser und sie in Erfahrung bringen, wie Deutschland seinen "Teil dazu beitragen" könne, den Menschen "wieder eine Perspektive zu geben".

Faeser fügte hinzu: "Es zerreißt uns allen das Herz zu sehen, welch unfassbare Verwüstung und welch unendliches Leid dieses Erdbeben in der Türkei und in Syrien verursacht hat."

Während noch nicht alle Opfer der Katastrophe vom 6. Februar geborgen sind, erschütterten am Montagabend zwei weitere schwere Erdbeben die türkische Katastrophenregion Hatay und den Norden Syriens. Die Beben der Stärke 6,4 und 5,8 ereigneten sich rund 200 Kilometer südwestlich von Gaziantep.

Dort besichtigten Baerbock und Faeser am Dienstag den für die Abwicklung von Hilfsgütern wichtigen Flughafen der Millionenstadt und übergaben 13 Tonnen Hilfsgüter an den türkischen Katastrophenschutz, darunter Zelte, Feldbetten und Schlafsäcke.

Außerdem sprachen Baerbock und Faeser mit Mitarbeitern mehrerer Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerks (THW) sowie des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe über die Herausforderungen bei der Abwicklung von Hilfslieferungen.

Danach fuhren die Ministerinnen in die am Epizentrum des Bebens vom 6. Februar gelegene Ortschaft Pazarcik etwa 20 Kilometer östlich von Kahramanmaras. Dort informierten sie sich in einer von türkischen Behörden errichteten Zeltstadt, die laut Katastrophenschutz Afad derzeit rund 1700 Bewohner hat, über die Lage der Betroffenen.

Zum Abschluss des Besuchs der Ministerinnen besuchten die Ministerinnen am Abend in Gaziantep eine durch einen externen Anbieter betriebene Visastelle, in der unter anderem vom Erdbeben betroffene Menschen Anträge auf Kurzzeit-Visa für Deutschland stellen können.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurden nach dem Beben bislang 96 Schengen-Visa in einem beschleunigten Verfahren erteilt und 15 Familienzusammenführungen für Erdbebenopfer mit Angehörigen in Deutschland beschlossen.

Die Bundesregierung hatte wenige Tage nach dem Erdbeben angekündigt, Opfern mit Angehörigen in Deutschland die Einreise mit für drei Monate gültigen Visa erheblich zu erleichtern. Zuletzt war jedoch Kritik an den Anforderungen für Antragsteller laut geworden, die für viele Erdbebenopfer kaum erfüllbar seien.

Bei den erneuten Beben am Montag kamen in der Türkei laut Katastrophenschutzbehörde mindestens sechs Menschen ums Leben, fast 300 weitere wurden verletzt. Auf der syrischen Seite wurden nach den erneuten Beben mindestens 150 Verletzte in der Region Aleppo gemeldet. Einige bereits beschädigte Gebäude in der Türkei und in Syrien stürzten ein.

Die EU plant für den 16. März eine Geberkonferenz für die Erdbebengebiete in beiden Ländern.

F.Dodaro--PV

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