Pallade Veneta - Aufruf von Linken-Kommunalpolitikern: Lohnerhöhung durch Vermögensteuer finanzieren

Aufruf von Linken-Kommunalpolitikern: Lohnerhöhung durch Vermögensteuer finanzieren


Aufruf von Linken-Kommunalpolitikern: Lohnerhöhung durch Vermögensteuer finanzieren
Aufruf von Linken-Kommunalpolitikern: Lohnerhöhung durch Vermögensteuer finanzieren / Foto: TOBIAS SCHWARZ - SID/Archiv

In einem gemeinsamen Aufruf unterstützen rund hundert Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker der Linken die Tarifforderungen für den öffentlichen Dienst und fordern deren Gegenfinanzierung über eine Vermögensteuer. "Gute Löhne für die Beschäftigten sind bezahlbar", heißt es in dem Aufruf, der AFP am Donnerstag vorlag. "Zur Gegenfinanzierung müssen endlich die Reichen und Vermögende in unserem Land stärker an den Kosten der Krisen beteiligt werden", so die Forderung.

Textgröße ändern:

Der Bund müsse nicht nur für seine eigenen Beschäftigten Verantwortung übernehmen, sondern auch den Kommunen finanziell helfen, fordern die Unterstützer des Aufrufs, 101 Linken-Politikerinnen und Politiker aus Kommunalvertretungen im gesamten Bundesgebiet. Es gehe um eine "gute Lebensqualität vor Ort", betonen die Kommunalpolitikerinnen und -politiker. "Ausreichend Personal in Kitas, Schulen und Krankenhäusern und ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr sind bezahlbar – wenn die Bundesregierung es will."

Gerade auch in Krisenzeiten beweise der öffentliche Dienst "seine hohe Bedeutung für unsere gesamte Gesellschaft", heißt es in dem Aufruf weiter. "Auch deswegen muss die Arbeit der Beschäftigten gewürdigt werden – auch und gerade im Entgelt. In der aktuellen Inflation heißt das vor allem, die Reallohnverluste vollständig auszugleichen."

In den derzeit laufenden Tarifverhandlungen fordern die Gewerkschaften für die 2,4 Millionen Angestellten bei Bund und Kommunen 10,5 Prozent, monatlich jedoch mindestens 500 Euro mehr Gehalt.

Linken-Chefin Janine Wissler verwies darauf, dass die Steuereinnahmen im vergangenen Jahr mit gut sieben Prozent deutlicher gestiegen seien als erwartet. "Gleichzeitig frisst die Inflation die Gehälter auf", sagte sie zu AFP. "Einige Konzerne verdienen daran prächtig, die Mehrheit zahlt den Preis." Der Kampf für höhere Löhne verdiene gesamtgesellschaftliche Solidarität.

Es sei "an der Zeit, Vermögende daran zu beteiligen, damit die, die den Laden am Laufen halten, gut leben können", sagte die Parteivorsitzende weiter. Der Bund müsse als Arbeitgeber seiner Verantwortung nachkommen und dürfe die Kommunen "nicht mit der Aufgabe der Finanzierung alleine lassen".

B.Cretella--PV

Empfohlen

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Gespräche in der EU über Reform des Auswärtigen Dienstes

Die Europäische Union hat am Mittwoch Gespräche über eine Reform ihres Auswärtigen Dienstes aufgenommen. Deutschland und Frankreich stellten bei einem Treffen der EU-Außenminister im irischen Wicklow bei Dublin ihre Vorschläge vor.

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Ukraine führt neues zweistufiges Luftalarm-System ein

Die Ukraine überarbeitet ihr Luftalarm-System und führt ein zweistufiges Warnsystem ein. Je nach Art der Bedrohung werde künftig eine Warnung der Stufe gelb oder rot ausgegeben, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Onlinediensten mit. "In der Regel wird die Stufe gelb einen Drohnenangriff anzeigen, während die Stufe rot auf eine Raketenbedrohung hinweisen wird", erläuterte er.

Textgröße ändern: