Pallade Veneta - Merz wirft Scholz unzureichende Kommunikation in Ukraine-Krise vor

Merz wirft Scholz unzureichende Kommunikation in Ukraine-Krise vor


Merz wirft Scholz unzureichende Kommunikation in Ukraine-Krise vor
Merz wirft Scholz unzureichende Kommunikation in Ukraine-Krise vor / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

CDU-Chef Friedrich Merz hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Jahrestag des russischen Angriffskrieges unzureichende Kommunikation in der Ukraine-Krise vorgeworfen. "In einer solchen Situation muss nach meinem Empfinden ein Regierungschef fast täglich erklären, was er tut", sagte Merz im Norddeutschen Rundfunk am Freitag.

Textgröße ändern:

Er müsse auch erklären, was er nicht tut, mahnte der CDU-Politiker. "Und da hat Scholz über lange Zeit vieles im Ungewissen gelassen", fügte Merz hinzu. Konkret nannte er die Frage der Waffenlieferungen. "Wann denn der Ukraine tatsächlich geholfen wird, welche Waffen geliefert werden - da ist einiges geschehen, einiges sehr spät", kritisierte er.

Zugleich zeigte Merz sich kooperationsbereit. "Wir haben uns darum bemüht, mit der Regierung so viel wie möglich auch in den Konsequenzen zusammenzuarbeiten, bis hin zu der Frage, wie wir die Bundeswehr in Zukunft besser ausstatten", sagte der CDU-Chef. "Da hat es in der Vergangenheit von vielen - auch von uns - Versäumnisse gegeben."

Als Ziel in dem Konflikt nannte er, "die sogenannte Kontaktlinie vom 23. Februar, also vom Tag vor dem Kriegsbeginn, wieder herzustellen als die Linie, über die dann anschließend auch verhandelt wird". Aber davon sei die Ukraine wahrscheinlich noch ziemlich weit entfernt. "Inakzeptabel" hingegen sei es zu sagen, die Ukraine müsse das jetzt akzeptieren. Der Krieg sei nicht nur ein Krieg gegen die Ukraine, "sondern ein Krieg gegen die gesamte politische, freiheitliche Ordnung in Europa", mahnte Merz.

F.Amato--PV

Empfohlen

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Gespräche in der EU über Reform des Auswärtigen Dienstes

Die Europäische Union hat am Mittwoch Gespräche über eine Reform ihres Auswärtigen Dienstes aufgenommen. Deutschland und Frankreich stellten bei einem Treffen der EU-Außenminister im irischen Wicklow bei Dublin ihre Vorschläge vor.

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Ukraine führt neues zweistufiges Luftalarm-System ein

Die Ukraine überarbeitet ihr Luftalarm-System und führt ein zweistufiges Warnsystem ein. Je nach Art der Bedrohung werde künftig eine Warnung der Stufe gelb oder rot ausgegeben, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Onlinediensten mit. "In der Regel wird die Stufe gelb einen Drohnenangriff anzeigen, während die Stufe rot auf eine Raketenbedrohung hinweisen wird", erläuterte er.

Textgröße ändern: