Pallade Veneta - Ägyptens Außenminister nach jahrelanger Eiszeit zu Besuch in Syrien eingetroffen

Ägyptens Außenminister nach jahrelanger Eiszeit zu Besuch in Syrien eingetroffen


Ägyptens Außenminister nach jahrelanger Eiszeit zu Besuch in Syrien eingetroffen
Ägyptens Außenminister nach jahrelanger Eiszeit zu Besuch in Syrien eingetroffen / Foto: Khaled DESOUKI - AFP/Archiv

Nach mehr als zehn Jahren diplomatischer Eiszeit ist der ägyptische Außenminister Sameh Schukri am Montag zu einem Besuch in Syrien eingetroffen. Mit dem Besuch zeige Ägypten nach dem schweren Erdbeben im syrisch-türkischen Grenzgebiet seine Solidarität mit Syrien, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Schukri wurde demnach am Flughafen von Damaskus vom syrischen Außenminister Faisal al-Mokdad begrüßt. Er will anschließend in die Türkei weiterreisen.

Textgröße ändern:

Syrien ist seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 international weitgehend isoliert. Auch viele arabische Länder brachen die Beziehungen zu Damaskus ab, Syriens Mitgliedschaft in der Arabischen Liga wurde suspendiert. Das verheerende Erdbeben vom 6. Februar hat jedoch zu einer Wiederannäherung geführt. Viele arabische Länder schickten Hilfslieferungen nach Damaskus.

Einen Tag nach dem Erdbeben im syrisch-türkischen Grenzgebiet hatte der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt 2014 mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad telefoniert. Al-Sisi rief auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an.

Am Sonntag empfing Assad Parlamentspräsidenten aus mehreren arabischen Ländern, unter ihnen auch der ägyptische Parlamentspräsident Hanafi al-Gabali. Im Gegensatz zu einigen anderen arabischen Ländern hatte Kairo die Beziehungen zu Damaskus nie ganz abgebrochen.

Ankara hatte wiederum die Beziehungen zu Kairo fast vollständig abgebrochen, nachdem 2013 der islamistische Präsident Mohammed Mursi vom ägyptischen Militär unter Führung al-Sisis gestürzt worden war. Der zur Muslimbruderschaft gehörende Mursi war ein enger Verbündeter Erdogans. Erst vor kurzem hatten sich die Beziehungen wieder leicht verbessert. Im November gaben sich Erdogan und al-Sisi bei der Fußballweltmeisterschaft in Katar erstmals die Hand.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Gespräche in der EU über Reform des Auswärtigen Dienstes

Die Europäische Union hat am Mittwoch Gespräche über eine Reform ihres Auswärtigen Dienstes aufgenommen. Deutschland und Frankreich stellten bei einem Treffen der EU-Außenminister im irischen Wicklow bei Dublin ihre Vorschläge vor.

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Ukraine führt neues zweistufiges Luftalarm-System ein

Die Ukraine überarbeitet ihr Luftalarm-System und führt ein zweistufiges Warnsystem ein. Je nach Art der Bedrohung werde künftig eine Warnung der Stufe gelb oder rot ausgegeben, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Onlinediensten mit. "In der Regel wird die Stufe gelb einen Drohnenangriff anzeigen, während die Stufe rot auf eine Raketenbedrohung hinweisen wird", erläuterte er.

Textgröße ändern: