Pallade Veneta - Berliner SPD will im Laufe der Woche Entscheidung über Koalition verkünden

Berliner SPD will im Laufe der Woche Entscheidung über Koalition verkünden


Berliner SPD will im Laufe der Woche Entscheidung über Koalition verkünden
Berliner SPD will im Laufe der Woche Entscheidung über Koalition verkünden / Foto: Ronny Hartmann - AFP

Die Berliner SPD will im Laufe der Woche bekanntgeben, welche Regierungskoalition sie anstrebt. "Wir werden in dieser Woche wissen, in welche Richtung Koalitionsverhandlungen gehen", sagte die Regierende Bürgermeisterin und SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey am Montag nach einem dritten Sondierungsgespräch mit den Grünen und der Linken. Das Sondierungsteam der Sozialdemokraten wird sich demnach nun beraten und eine Empfehlung an den Landesvorstand der Partei ausarbeiten. Dieser soll am Mittwoch tagen.

Textgröße ändern:

Giffey zufolge erzielten die drei Parteien auch eine Einigung, wie sie mit dem Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" umgehen wollen. Die Linken wollen diesen umsetzen, die SPD-Politikerin sprach sich hingegen bereits dagegen aus. Es sei ein Weg gefunden worden, "der aus unserer Sicht ein gangbarer sein könnte", sagte Giffey nun. Mit diesem könne der Zielsetzung des Entscheid entsprochen werden.

Die Linken-Landesvorsitzende Katina Schubert äußerte sich nach dem Treffen am Montag ähnlich: Die Enteignungsfrage habe eine Rolle gespielt, sagte sie, "aber nicht so lange wie gedacht". "Es könnte einen Pfad geben", ergänzte Schubert. Bei der Linken berät demnach am Dienstag der Landesvorstand über die Sondierungen.

Grünen-Spitzenkandidatin und Verkehrssenatorin Bettina Jarasch zufolge wurde über die "großen Themen" wie Klima, Wohnen, Bildung und Verkehr gesprochen. Bei all diesen Themen seien "offene Fragen geklärt und gute Lösungen gefunden" worden. Die Grünen wollen laut Jarasch ihr drittes Sondierungsgespräch mit der CDU am Dienstag abwarten und sich dann beraten.

Neben der Neuauflage der bestehenden Regierung der drei Parteien wäre eine Koalition der Christdemokraten mit der SPD oder den Grünen rechnerisch möglich. CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner lud deshalb als Wahlsieger die beiden Parteien ebenfalls zu Sondierungen ein.

Mit den Sozialdemokraten fanden schon drei Gespräche statt, das dritte mit den Grünen folgt am Dienstag. Eine Präferenz wollte Wegner noch nicht nennen. "Ende der Woche entscheiden wir, ob wir Koalitionsverhandlungen mit der SPD oder mit den Grünen aufnehmen wollen", kündigte der 50-Jährige am Sonntagabend an.

Am Montag gab der Landeswahlausschuss zudem das amtliche Endergebnis der Wiederholungswahl vom 12. Februar öffentlich bekannt: Die CDU gewann die Wahl demnach deutlich, die SPD folgt mit nur 53 Stimmen Abstand vor den Grünen.

A.Saggese--PV

Empfohlen

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Gespräche in der EU über Reform des Auswärtigen Dienstes

Die Europäische Union hat am Mittwoch Gespräche über eine Reform ihres Auswärtigen Dienstes aufgenommen. Deutschland und Frankreich stellten bei einem Treffen der EU-Außenminister im irischen Wicklow bei Dublin ihre Vorschläge vor.

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Ukraine führt neues zweistufiges Luftalarm-System ein

Die Ukraine überarbeitet ihr Luftalarm-System und führt ein zweistufiges Warnsystem ein. Je nach Art der Bedrohung werde künftig eine Warnung der Stufe gelb oder rot ausgegeben, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Onlinediensten mit. "In der Regel wird die Stufe gelb einen Drohnenangriff anzeigen, während die Stufe rot auf eine Raketenbedrohung hinweisen wird", erläuterte er.

Textgröße ändern: