Pallade Veneta - Indiens Premier ruft bei G20-Außenministertreffen zur Überwindung von Spannungen auf

Indiens Premier ruft bei G20-Außenministertreffen zur Überwindung von Spannungen auf


Indiens Premier ruft bei G20-Außenministertreffen zur Überwindung von Spannungen auf
Indiens Premier ruft bei G20-Außenministertreffen zur Überwindung von Spannungen auf / Foto: OLIVIER DOULIERY - POOL/AFP

Indiens Premierminister Narendra Modi hat zu Beginn des G20-Außenministertreffens in Neu Delhi zur Überwindung von Differenzen in der Ukraine-Krise aufgerufen. "Wir kommen in einer Zeit tiefer globaler Spaltung zusammen. Wir alle haben unsere Positionen und Perspektiven, wie wir diese Spannungen überwinden können", sagte Modi am Donnerstag in einer vorab aufgezeichneten Rede in Neu Delhi. "Als die größten Volkswirtschaften der Welt haben wir auch eine Verantwortung gegenüber denjenigen, die nicht in diesem Raum sind", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

"Die Erfahrungen der vergangenen Jahre - Finanzkrise, Klimawandel, Pandemie, Terrorismus und Krieg - zeigen deutlich, dass die Weltordnungspolitik versagt hat", sagte Modi. "Wir müssen alle anerkennen, dass der Multilateralismus heute in einer Krise steckt", betonte er.

Indien will den G20-Vorsitz nutzen, um den Fokus auf Themen wie den Kampf gegen die Armut sowie die Klimafinanzierung zu richten. Doch der Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen dürften die Tagesordnung bestimmen.

Für Indien, das Russlands Krieg in der Ukraine nicht verurteilt hat, ist die Ausrichtung des G20-Treffens eine heikle Angelegenheit. Das Gastgeberland teilt zwar westliche Bedenken bezüglich China, gleichzeitig ist es aber ein Großkunde der russischen Rüstungsindustrie und hat die Ölimporte aus Russland hochgefahren.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte vor dem Treffen betont, die Staatengruppe müsse "dem zynischen Spiel Russlands entgegentreten, das versucht, einen Keil in die Weltgemeinschaft zu treiben".

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell äußerte sich zuversichtlich, dass Indien das Treffen nutzen werde, um Russland zu verstehen zu geben, dass der Krieg beendet werden müsse.

In der vergangenen Woche hatten sich die G20-Finanzminister wegen Meinungsverschiedenheiten über den Ukraine-Krieg bei einem Treffen in Indien nicht auf eine gemeinsame Abschlusserklärung einigen können.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Gespräche in der EU über Reform des Auswärtigen Dienstes

Die Europäische Union hat am Mittwoch Gespräche über eine Reform ihres Auswärtigen Dienstes aufgenommen. Deutschland und Frankreich stellten bei einem Treffen der EU-Außenminister im irischen Wicklow bei Dublin ihre Vorschläge vor.

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Ukraine führt neues zweistufiges Luftalarm-System ein

Die Ukraine überarbeitet ihr Luftalarm-System und führt ein zweistufiges Warnsystem ein. Je nach Art der Bedrohung werde künftig eine Warnung der Stufe gelb oder rot ausgegeben, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Onlinediensten mit. "In der Regel wird die Stufe gelb einen Drohnenangriff anzeigen, während die Stufe rot auf eine Raketenbedrohung hinweisen wird", erläuterte er.

"Trump-Straße": Trump erwägt Umbenennung der Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump erwägt, der Straße von Hormus seinen Namen zu geben. Da die Meerenge "nun unter US-Kontrolle steht, sollten wir die Straße von Hormus in Trump-Straße umbenennen???", fragte der Präsident am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Er fügte hinzu, die Wasserstraße wäre dann "wie Amerika selbst 'heißer' denn je zuvor".

Textgröße ändern: