Pallade Veneta - Japan hebt Exportbeschränkungen gegen Südkorea auf

Japan hebt Exportbeschränkungen gegen Südkorea auf


Japan hebt Exportbeschränkungen gegen Südkorea auf
Japan hebt Exportbeschränkungen gegen Südkorea auf / Foto: Kiyoshi Ota - POOL/AFP

Zeitgleich mit einem Besuch des südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol in Tokio hat Japan ein Ende seiner Kontrollen von Halbleiterexporten nach Südkorea angekündigt. Das japanische Handelsministerium erklärte am Donnerstag, es werde die Handelsbeschränkungen aufheben und zu der "speziellen generellen Pauschalerlaubnis" zurückkehren, die bis zum Juli 2019 galt. Seoul werde im Gegenzug seinen Antrag gegen die japanischen Exportkontrollen bei der Welthandelsorganisation (WTO) zurückziehen, hieß es in der vom südkoreanischen Handelsministerium bestätigten Mitteilung.

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Die Beziehungen zwischen den beiden ostasiatischen Staaten werden noch immer vom Erbe der brutalen japanischen Besatzung in Südkorea zwischen 1910 und 1945 belastet. Nach Angaben aus Seoul wurden in der Zeit rund 780.000 Koreaner zur Zwangsarbeit herangezogen. Zusätzlich wurden viele koreanische Frauen als Zwangsprostituierte für japanische Soldaten missbraucht.

2018 hatte der Oberste Gerichtshof Südkoreas in einem historischen Urteil mehrere japanische Unternehmen zur Entschädigung einer Handvoll Opfer von Zwangsarbeit verpflichtet. Japan hatte daraufhin 2019 Kontrollen für den Export bestimmter Produkte nach Südkorea verhängt, was zu dem Verfahren vor der WTO führte.

Yoons Besuch folgt der Vorstellung eines neuen Plans zur Entschädigung der Opfer von Zwangsarbeit unter japanischer Herrschaft Anfang März. Dafür sollen zwar keine Direktzahlungen aus Japan erfolgen, es soll aber auf Beiträge von Firmen zurückgegriffen werden, die ab 1965 von einem südkoreanisch-japanischen Abkommen profitierten.

Die Wiederannäherung der beiden wichtigen US-Verbündeten ist international begrüßt worden. In Südkorea sorgte der Entschädigungsplan jedoch für Kritik von Opferverbänden.

H.Ercolani--PV

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