Pallade Veneta - Vorerst keine Streiks mehr in Tarifstreit von Bund und Kommunen

Vorerst keine Streiks mehr in Tarifstreit von Bund und Kommunen


Vorerst keine Streiks mehr in Tarifstreit von Bund und Kommunen
Vorerst keine Streiks mehr in Tarifstreit von Bund und Kommunen / Foto: ANDRE PAIN - AFP/Archiv

Im Tarifstreit des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen wird es bis Mitte April vorerst keine Streiks mehr geben. Aus Gewerkschaftskreisen wurde am Donnerstag in Berlin bestätigt, die Schlichtung sei formell eingeleitet worden. Zuvor waren die Tarifverhandlungen für die 2,4 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen gescheitert.

Textgröße ändern:

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte am Donnerstag angekündigt, die Schlichtung gemeinsam mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände einzuleiten. Faeser verhandelt für die Arbeitgeber des Bundes. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gilt die Friedenspflicht während der Schlichtung ab Sonntag. Zuvor seien jedoch keine größeren Warnstreiks mehr geplant, hieß es bei Verdi.

Als Schlichter waren bereits vor dem Auftakt der Tarifrunde von Bund und Kommunen der ehemalige sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) sowie von Verdi und Beamtenbund der Bremer Verwaltungsrechtler Hans-Henning Lühr benannt worden. Da bei der vorangegangenen Schlichtung der Arbeitgeberschlichter stimmberechtigt war, liegt das Stimmrecht nun in den Händen Lührs.

Die Schlichter müssen die Tarifparteien innerhalb von sechs Werktagen zur Schlichtung einladen. Nach dem Start der Schlichtung sind zehn Tage Zeit, gemeinsam mit den Tarifparteien ein Schlichtungsergebnis zu finden. Liegt der Schlichtungsvorschlag vor, treten Bund, Kommunen sowie Verdi und der Beamtenbund zu Wiederaufnahmetarifverhandlungen zusammen.

Die Tarifrunde scheiterte am Donnerstag in dritter Runde. Die Tarifkommissionen von Verdi und Beamtenbund lehnten das Arbeitgeberangebot jeweils ohne Gegenstimmen einstimmig als nicht einigungsfähig ab.

Verdi und Beamtenbund fordern 10,5 Prozent, monatlich jedoch mindestens 500 Euro mehr Geld. Das Angebot von Bund und Kommunen belief sich nach Angaben der Arbeitgeber auf insgesamt acht Prozent für eine Laufzeit von 27 Monaten. Es enthielt diesen Angaben zufolge einen monatlichen Mindestbetrag in Höhe von 300 Euro. Zudem sollte nicht tabellenwirksam ein steuerfreier Inflationsausgleich in Höhe von 3000 Euro gezahlt werden.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Anschlagsversuch in Leipzig: EU und Nato sichern Deutschland Solidarität zu

Nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch in Leipzig haben die Europäische Union und die Nato Deutschland ihre Unterstützung zugesichert. Angesichts des "russischen Angriffs" auf den Flughafen Leipzig Anfang August stehe die EU "voll und ganz" an der Seite Deutschlands, schrieb Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag im Onlinedienst X. Die EU bleibe "trotz dieser schwerwiegenden und häufiger werdenden Vorfälle" geeint.

Bundesregierung sieht Moskau hinter Anschlagsversuch in Leipzig und verhängt neue Strafmaßnahmen

Die Bundesregierung hat Moskau für den versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen verantwortlich gemacht und neue Strafmaßnahmen gegen Russland angekündigt. "Zusammen betrachtet belegen polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse eine russische Verantwortung für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag bei einem gemeinsamen Pressestatement mit Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin. "Die Bundesregierung kommt deswegen zum Schluss, dass Russland den hybriden Angriff in Leipzig am 4. August zu verantworten hat."

Bundesregierung sieht Moskau hinter Anschlagsversuch in Leipzig zu und verhängt neue Strafmaßnahmen

Die Bundesregierung hat Moskau für den versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen verantwortlich gemacht und neue Strafmaßnahmen gegen Russland angekündigt. "Zusammen betrachtet belegen polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse eine russische Verantwortung für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag bei einem gemeinsamen Pressestatement mit Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin. "Die Bundesregierung kommt deswegen zum Schluss, dass Russland den hybriden Angriff in Leipzig am 4. August zu verantworten hat."

Iran bietet USA Rückkehr zu Vereinbarung an - Angriffe in Straße von Hormus

Der Iran ist nach eigenen Angaben zur Einhaltung der im Juni mit den USA geschlossenen Vereinbarung zur Beendigung des Krieges bereit - allerdings nur, wenn Washington seinerseits zu seinen Verpflichtungen zurückkehrt. Teheran werde dann "umgehend entsprechende Maßnahmen" ergreifen, sagte Präsident Massud Peseschkian am Dienstag bei einem Gipfeltreffen in Kirgistan. Zugleich verschärfte sich die Lage in der Straße von Hormus weiter: Zwei Öltanker wurden beim Verlassen der Meerenge von Geschossen unbekannter Herkunft getroffen.

Textgröße ändern: