Pallade Veneta - Chef des britischen Industrieverbandes wegen sexuellen Fehlverhaltens entlassen

Chef des britischen Industrieverbandes wegen sexuellen Fehlverhaltens entlassen


Chef des britischen Industrieverbandes wegen sexuellen Fehlverhaltens entlassen
Chef des britischen Industrieverbandes wegen sexuellen Fehlverhaltens entlassen / Foto: Oli SCARFF - AFP/Archiv

Wegen sexuellen Fehlverhaltens ist der Chef des britischen Industrieverbandes (CBI), Tony Danker, entlassen worden. Wie die Confederation of British Industry (CBI) am Dienstag mitteilte, wurde Danker mit "sofortiger Wirkung entlassen", nachdem es eine unabhängige Untersuchung zu verschiedenen Beschwerden über sein Verhalten am Arbeitsplatz gegeben hatte.

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Drei weitere CBI-Mitarbeiter wurden suspendiert; in diesen Fällen seien weitere Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, hieß es weiter. Der Verband entschuldigte sich bei den Opfern, äußerte seine "Abscheu" über die Vorkommnisse und gab zu, dass es "schwerwiegende Versäumnisse" im Umgang mit den Fällen gegeben habe.

"Niemand sollte sich an seinem Arbeitsplatz unsicher fühlen", erklärte der CBI. Der Verband stehe mit der Polizei in Kontakt und werde bei den Ermittlungen vollständig kooperieren. Zugleich kündigte er an, dass der einstige CBI-Chefökonom Rain Newton-Smith nun den Posten Dankers übernehmen werde.

Danker hatte angesichts der Vorwürfe sein Amt seit Anfang März ruhen lassen. In einer Botschaft im Onlinedienst Twitter äußerte er sich "schockiert" über seine Entlassung und erklärte, zahlreiche Vorwürfe würden "verzerrt" dargestellt. Er erkenne an, dass er "unbeabsichtigt" eine Reihe von Kolleginnen in unangenehme Situationen gebracht habe. "Das tut mir aufrichtig leid", erklärte Danker.

Der britische "Guardian" hatte gemeldet, mehr als ein Dutzend Frauen hätten berichtet, Opfer sexuellen Fehlverhaltens durch ranghohe CBI-Mitglieder geworden zu sein. Eine Mitarbeiterin sagte demnach aus, sie sei bei einer Betriebsparty vergewaltigt worden. Laut "Guardian" wurden in diesen Aussagen keine Vorwürfe gegen Danker erhoben.

Der CBI repräsentiert nach eigenen Angaben 190.000 Unternehmen mit fast sieben Millionen Beschäftigten. Der neue Verbandschef Newton-Smith erklärte, er sei "entschlossen, das Team durch diese schwierige Zeit zu führen". Der CBI solle eine Organisation sein, "auf die wir alle stolz sein können".

G.Riotto--PV

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