Pallade Veneta - Schulze wirbt für engere Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten

Schulze wirbt für engere Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten


Schulze wirbt für engere Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten
Schulze wirbt für engere Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten / Foto: Tony KARUMBA - AFP/Archiv

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze hat anlässlich der Afrika-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD) für eine engere Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten geworben. Der Kontinent sei reich an Ressourcen wie Wind, Sonne und Bodenschätzen, sagte Schulze am Freitag im Deutschlandfunk. Dort lebten derzeit 1,4 Milliarden Menschen; wenn das Bevölkerungswachstum anhalte, stelle Afrika bald ein Viertel der Weltbevölkerung. Viele afrikanische Staaten entwickelten sich gut, "das ist ein aufstrebender Kontinent", so Schulze.

Textgröße ändern:

"Wir wollen diesen Ländern helfen, energieunabhängig zu werden", sagte die Entwicklungsministerin weiter. Kenia habe die Chance, schon sehr schnell 100 Prozent erneuerbare Energien zu nutzen. Schulze betonte, dass Deutschland schon viele Jahre mit afrikanischen Partnerländern zusammenarbeite. "Das müssen wir jetzt intensivieren und fortsetzen." Die Länder würden absehbar "mehr erneuerbare Energie haben, als sie selber verbrauchen können". Dann könne etwa Wasserstoff für den Export hergestellt werden.

Mit Blick auf andere Länder wie China, die in Afrika investieren, sagte Schulze, Deutschland habe "ein ganz anderes Ansehen" dort. "Mit Deutschland verbinden unsere Partner, dass wir auf Augenhöhe, respektvoll zusammenarbeiten." Mit Blick auf China fügte sie hinzu, hier "weiß man, dass man jahrelange Abhängigkeit sozusagen bei den Projekten dazubekommt".

Scholz setzte seine Afrika-Reise, die am Donnerstag in Äthiopien begann, am Freitag in Kenia fort. Kenia will in die Produktion von grünem Wasserstoff einsteigen, der auch nach Deutschland exportiert werden könnte. Der Kanzler wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Kiew: "Stabile Verbindung" mit Satelliten-Internetdienst Starlink

Die Ukraine verfügt nach Angaben der Regierung in Kiew wieder über eine "stabile Verbindung" zu dem vom US-Unternehmen SpaceX bereit gestellten Satelliten-Internetdienst Starlink, der im Krieg gegen Russland von entscheidender Bedeutung ist und zuletzt mutmaßlich gedrosselt wurde. "Überwachungssysteme verzeichnen eine Erholung der Geschwindigkeit von Starlink", erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara am Samstag. "Die Verbindung ist stabil", fügte er hinzu.

Massendemonstration für Erhalt des staatlichen Rentensystems in Spanien

Gut einen Monat vor der vorgezogenen Parlamentswahl in Spanien haben im Zentrum von Madrid mehrere zehntausend Menschen für den Erhalt des staatlichen Rentensystems demonstriert. Der Protestzug führte am Samstag vom Atocha-Bahnhof vorbei am Prado-Museum und der ebenfalls bei Touristen beliebten Plaza de Cibeles, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. "Garantierte Renten", stand unter anderem auf den Transparenten der Demonstrierenden.

Neue Proteste in Frankreich: Mehr als 130 Festnahmen und Einsatz von Tränengas

Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen haben in Frankreich die ersten neuen Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten begonnen. Die Sicherheitskräfte nahmen bis zum frühen Samstagnachmittag mehr als 130 Menschen vorübergehend fest. Im südfranzösischen Lyon setzte die Polizei Tränengas ein, um etwa 150 Demonstranten auseinanderzutreiben, die trotz eines Verbots eine Straße blockieren wollten. Landesweit waren rund 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, um befürchtete neue Gewalttaten und Plünderungen zu verhindern.

Tschechiens Parlament stimmt in erster Lesung für Abschaffung von Rundfunkgebühren

Ungeachtet von Protesten und Kritik der Opposition wegen Einschränkung der Pressefreiheit hat das tschechische Abgeordnetenhaus für die Einführung eines neuen Finanzierungssystems für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gestimmt. Der Gesetzentwurf, der von der rechtsgerichteten Koalition von Regierungschef Andrej Babis unterstützt wird, wurde am frühen Samstagmorgen im Schnellverfahren in erster Lesung abgesegnet.

Textgröße ändern: