Pallade Veneta - Ukrainischer Botschafter unglücklich über Flaggenverbot an Mahnmalen in Berlin

Ukrainischer Botschafter unglücklich über Flaggenverbot an Mahnmalen in Berlin


Ukrainischer Botschafter unglücklich über Flaggenverbot an Mahnmalen in Berlin
Ukrainischer Botschafter unglücklich über Flaggenverbot an Mahnmalen in Berlin / Foto: Joseph Prezioso - AFP/Archiv

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, ist irritiert über das Verbot von ukrainischen Flaggen rund um sowjetische Mahnmale in Berlin am 8. und 9. Mai. Aus der ukrainischen Sicht sei die Entscheidung der Berliner Polizei sehr kurzsichtig und unbegründet, sagte Makeiev dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er rief die Behörde auf, "die Entscheidung zu revidieren und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen".

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Die Berliner Polizei hatte am Freitag eine Allgemeinverfügung für den 8. und 9. Mai erlassen - dann jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs. Demnach ist in dieser Zeit rund um die drei sowjetischen Ehrenmale in der Hauptstadt unter anderem das "Zeigen von Fahnen und Flaggen mit russischem oder ukrainischem Bezug" verboten.

"Der Akt des Erinnerns sowie die Achtung dieser Gedenkstätten und Mahnmale ist auch vor dem Hintergrund des unverändert andauernden Russland-Ukraine-Krieges zu wahren", hieß es in einer Presseerklärung der Polizei. "Dieser Krieg darf sich in Berlin, speziell im Hinblick auf das symbolträchtige Datum, nicht über den demokratischen Diskurs hinaus in Konflikten oder Auseinandersetzungen Bahn brechen." Am 8. und 9. Mai solle "das würdevolle Gedenken an die gefallenen Soldatinnen und Soldaten der damaligen Sowjetarmee" im Vordergrund stehen.

"Die deutsche Bevölkerung hat kein Problem mit der ukrainischen Fahne", argumentierte dagegen Makeiev. "Denn Berlin wie viele andere deutsche Städte ist bereits blau-gelb geworden, was mich als Ukrainer glücklich macht."

E.Magrini--PV

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