Pallade Veneta - Türkei wegen ungerechtfertigter Geldstrafe für Amnesty verurteilt

Türkei wegen ungerechtfertigter Geldstrafe für Amnesty verurteilt


Türkei wegen ungerechtfertigter Geldstrafe für Amnesty verurteilt
Türkei wegen ungerechtfertigter Geldstrafe für Amnesty verurteilt / Foto: ISAAC LAWRENCE - AFP/Archiv

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei wegen einer ungerechtfertigten Geldstrafe für Amnesty International verurteilt. Die Türkei habe das Recht auf ein faires Verfahren verletzt, urteilten die Richter am Dienstag in Straßburg. Auslöser des Rechtsstreits war eine 2008 verhängte Verwaltungsstrafe in Höhe von 5000 Euro gegen die türkische Sektion der Menschenrechtsorganisation.

Textgröße ändern:

Die türkischen Behörden warfen der Amnesty-Filiale vor, aus dem Ausland bezogenes Geld zu spät deklariert zu haben. Tatsächlich habe es zu dem Zeitpunkt eine Gesetzeslücke gegeben, betonen die Straßburger Richter. Es sei unklar gewesen, ob die türkische Sektion von Amnesty International überhaupt verpflichtet gewesen sei, Zahlungen aus der Zentrale für laufende Kosten zu deklarieren. Die türkischen Behörden hätten ihre Entscheidung für das Verhängen einer Verwaltungsstrafe "nicht ausreichend begründet".

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte die Türkei deswegen zu einer finanziellen Entschädigung in Höhe von mehr als 12.000 Euro, die die türkische Sektion von Amnesty International und deren damaliger Leiter Yakup Levent Korkut erhalten sollten.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

PKK-Mitglied in Baden-Württemberg zu Bewährungsstrafe verurteilt

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat ein Mitglied der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt. Wie das Gericht am Montag mitteilte, hatte der 48-Jährige zwischen 2011 und 2021 eine Führungsposition in einem Verein in Heilbronn, der unmittelbar in die Strukturen der PKK eingebunden war. Diese gilt als terroristische Vereinigung im Ausland.

USA und Iran greifen sich erstmals seit einem Monat wieder gegenseitig an

Erstmals seit einem Monat haben die USA wieder Ziele im Iran angegriffen. Die US-Armee attackierte am Sonntag Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak in der Straße von Hormus, wie das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom mitteilte. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, bei den US-Angriffen habe es "Tote und Verletzte" gegeben. Die iranischen Streitkräfte reagierten nach eigenen Angaben mit Angriffen auf US-Ziele in der Region.

Verband: Klingbeil soll sich für Zugang von Reportern zu G20-Treffen in den USA einsetzen

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) aufgefordert, sich bei einem Treffen der G20-Gruppe in den USA für die Akkreditierung ausgeschlossener Medien einzusetzen. Die Verweigerung von Akkreditierungen durch die US-Regierung stelle einen "klaren Verstoß gegen die Pressefreiheit" dar, erklärte der DJV am Montag in Berlin. Dazu dürfe Klingbeil "nicht schweigen".

40 Jahre Klimaberichterstattung: Von der Warnung zur Solarrevolution

Vor genau vierzig Jahren rückte der Klimawandel durch mediale Warnungen ins öffentliche Bewusstsein. Ein Rückblick auf die wissenschaftlichen Alarme, politische Meilensteine wie das Kyoto-Protokoll und das deutsche EEG sowie die bitteren Rückschläge in der Energiewende bis hin zur heutigen Extremwetterlage.

Textgröße ändern: