Pallade Veneta - Türkinnen und Türken in Deutschland zu Stichwahl um Präsidentenamt aufgerufen

Türkinnen und Türken in Deutschland zu Stichwahl um Präsidentenamt aufgerufen


Türkinnen und Türken in Deutschland zu Stichwahl um Präsidentenamt aufgerufen
Türkinnen und Türken in Deutschland zu Stichwahl um Präsidentenamt aufgerufen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Für die in Deutschland lebenden Türkinnen und Türken hat am Samstag die Stimmabgabe für die Stichwahl um das Präsidentenamt in ihrem Heimatland begonnen. Wahlberechtigt sind rund 1,5 Millionen Menschen und damit mehr als in jedem anderen Land außerhalb der Türkei. Die Stichwahl wird zwischen Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan und Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu ausgetragen - in der Türkei findet sie am 28. Mai statt.

Textgröße ändern:

In Berlin gaben etliche Wahlberechtigte ihre Stimme im türkischen Konsulat ab. Der 37-jährige Emre Talay hofft auf einen Sieg von Kilicdaroglu und einen dringend nötigen "politischen Wechsel" für das Land, wie er AFP sagte. Ein Wähler, der anonym bleiben wollte, fügte hinzu, die Wirtschaft in der Türkei sei "am Boden" und die Menschen in dem Land täten ihm Leid. Dass Erdogan trotzdem noch so viele Anhänger habe, "verstehe ich einfach nicht", sagte er.

Für die rund 60-jährige Aishe ist vor allem wichtig, dass der Wahlsieger "für unser Land das Beste" wolle. Für sie sei Erdogan "der richtige Mann, weil er gute Entscheidungen für unser Land trifft".

Erdogan ist in der Türkei seit 20 Jahren an der Macht. Erstmals findet nun in der Geschichte des Landes eine Präsidenten-Stichwahl statt. Erdogan hat Experten zufolge gute Chancen, die Türkei weitere fünf Jahre zu regieren. Die Wahl in Deutschland läuft noch bis zum kommenden Mittwoch.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

US-Finanzministerium verwehrt Journalisten Akkreditierung für G20-Treffen

Das US-Finanzministerium hat mehreren Journalisten die Akkreditierung für das am Montag beginnende Treffen der G20-Finanzminister und Zentralbanker in Asheville verweigert. Reporter der "New York Times", des "Wall Street Journal" sowie der Nachrichtenagentur Bloomberg haben keinen Zugang zu dem Treffen, wie die Medienhäuser mitteilten. Als G20-Gastgeber regelt das Finanzministerium den Zugang zu den zweitägigen Beratungen im US-Bundesstaat North Carolina.

USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an

Erstmals seit einem Monat hat die US-Armee am Sonntag wieder Ziele im Iran angegriffen. Die Angriffe richteten sich gegen Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak in der Straße von Hormus, wie das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom mitteilte. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Angriffen auf Luftwaffenstützpunkte in Jordanien. Angesichts der neuen gegenseitigen Attacken schnellten die Ölpreise in die Höhe.

Venezuelas Ex-Präsident Maduro meldet sich aus US-Haft zu Wort

Acht Monate nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär hat sich der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro aus dem Gefängnis zu Wort gemeldet. Er sei "standhaft", schrieb er in einer am Sonntag im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Botschaft an seine Landsleute in Venezuela. Dazu veröffentlichte er Fotos, die ihn offenbar in seinem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn zeigen.

Militär: USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag erstmals seit Wochen wieder Ziele im Iran angegriffen. Dabei sei die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus attackiert worden, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom. Der Angriff galt demnach zwei Raketen-Abschussstellungen, an denen die iranischen Revolutionsgarden den Abschuss von mit Seeminen bestückten Raketen vorbereitet hätten, erklärte Centcom-Sprecher Tim Hawkins.

Textgröße ändern: