Pallade Veneta - 1,2 Milliarden Euro Strafe gegen Meta wegen Verstößen gegen EU-Datenschutzregeln

1,2 Milliarden Euro Strafe gegen Meta wegen Verstößen gegen EU-Datenschutzregeln


1,2 Milliarden Euro Strafe gegen Meta wegen Verstößen gegen EU-Datenschutzregeln
1,2 Milliarden Euro Strafe gegen Meta wegen Verstößen gegen EU-Datenschutzregeln / Foto: Lionel BONAVENTURE - /Archiv

Der US-Online-Konzern Meta soll eine Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Euro wegen Verstößen gegen EU-Datenschutzregeln zahlen. Der Konzern habe entgegen eines früheren Gerichtsurteils Daten europäischer Nutzer seines Netzwerks Facebook in die USA übermittelt, teilte die irische Datenschutzbehörde DPC in Dublin am Montag mit. Es handelt sich um die höchste jemals in Europa verhängte derartige Strafe.

Textgröße ändern:

Meta hat seinen europäischen Hauptsitz in Dublin, die DPC ist daher für dessen Einhaltung von EU-Regeln zuständig. Mit dem Transfer von Facebook-Nutzerdaten in die USA befasst sich die Behörde seit 2020. Sie stellte nun fest, dass Meta es versäumt habe, "Risiken für die Grundrechte und -freiheiten von Betroffenen zu beseitigen", die in einem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) identifiziert worden waren. Demnach geht es um Nutzerdaten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum, der neben den 27 EU-Staaten auch Island, Norwegen und Liechtenstein umfasst.

Die irische Behörde hielt es nach eigenen Angaben zunächst für ausreichend, Meta die strittigen Praktiken lediglich zu untersagen - eine Strafzahlung hingegen sei weder angemessen noch nötig. Die anderen europäischen Aufsichtsbehörden widersprachen jedoch. Das zuständige Gremium der verschiedenen Behörden kam so zu keiner einstimmigen Entscheidung. Schließlich verwies die DPC den Fall an den EU-Datenschutzausschuss (EDSA), der sich für eine Strafe entschied.

Meta reagierte darauf umgehend mit der Ankündigung, Berufung einzulegen. Die Entscheidung sei "fehlerhaft, ungerechtfertigt und stellt einen gefährlichen Präzedenzfall für unzählige andere Unternehmen dar", erklärte der Konzern. Für die Nutzer in Europa ändere sich zunächst nicht, es werde nicht zu Störungen kommen.

Europäische Behörden waren in den vergangenen Jahren immer wieder wegen Datenschutzproblemen gegen US-Internetkonzerne vorgegangen. Gegen Meta wurden bereits mehrere Millionenstrafen wegen Verstößen von Facebook, Instagram und Whatsapp verhängt. Die bislang mit 746 Millionen Euro höchste verhängte Strafe traf den Versandhändler Amazon im Jahr 2021.

C.Conti--PV

Empfohlen

Merz äußert sich nicht zu Aigners Ambitionen als Bundespräsidentin

Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich in seiner Rede auf dem CSU-Parteitag nicht zu einer möglichen Kandidatur der CSU-Politikerin Ilse Aigner für das Amt der Bundespräsidentin geäußert. Merz verzichtete in seiner Rede auf jeden Kommentar zur unionsinternen Debatte über eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Allerdings feierten die CSU-Delegierten Aigner mit stehendem Applaus, als Merz sie namentlich begrüßte.

Frankreich: Tausende protestieren gegen Parteitag des rechtspopulistischen RN

Mehr als 10.000 Menschen haben im französischen Orléans am Samstag gegen einen Parteitag des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN) protestiert. Rund 50 politische Parteien, Gewerkschaften und Verbände hatten zu der Demonstration aufgerufen. RN-Fraktionschefin Marine Le Pen will am Sonntag mit einer Rede auf dem Parteitag offiziell ihren Präsidentschaftswahlkampf eröffnen. Sechs Monate vor der Wahl liegt sie in Umfragen derzeit weit vorn.

Merz fordert CDU und CSU zu maximaler Geschlossenheit auf: Union werde bekämpft

Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz hat CDU und CSU zu maximaler Geschlossenheit aufgefordert. "CDU und CSU müssen enger zusammenstehen denn je", sagte Merz am Samstag auf dem Parteitag der Christsozialen in München. Die Union werde von "Extremisten" von ganz rechts und von ganz links bekämpft. Die Union wolle und werde diesen Kräften aber nicht Deutschland überlassen.

Netanjahu: Palästinenserbehörde steht "große Überraschung" bevor

Vor dem Hintergrund einer israelischen Großoffensive im besetzten Westjordanland hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu eine "sehr große Überraschung" für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) angekündigt. "Wir haben den Nahen Osten umgestaltet", sagte Netanjahu am Freitag in einem Interview mit dem israelischen Sender i24News. "Es gibt auch eine sehr große Überraschung für die Palästinensische Autonomiebehörde", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: