Pallade Veneta - Mann schließt sich unbemerkt Kanzlerkonvoi an und umarmt Scholz

Mann schließt sich unbemerkt Kanzlerkonvoi an und umarmt Scholz


Mann schließt sich unbemerkt Kanzlerkonvoi an und umarmt Scholz
Mann schließt sich unbemerkt Kanzlerkonvoi an und umarmt Scholz / Foto: KAI PFAFFENBACH - POOL/AFP

In Frankfurt am Main ist es zu einer Sicherheitspanne bei einem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gekommen. Ein Mann schloss sich unbemerkt dem Konvoi des Kanzlers auf dem Weg von der Europäischen Zentralbank zum Flughafen an und passierte ungehindert die Sicherheitsabsperrung, berichtete die "Bild"-Zeitung. Als Scholz sein Auto verließ, stürmte der Mann demnach auf ihn zu, schüttelte ihm die Hand und umarmte ihn. Regierungssprecher Steffen Hebestreit bestätigte am Freitag den Bericht als "im wesentlichen so richtig".

Textgröße ändern:

Erst als der Mann auf Scholz zulief, wurden dem Bericht zufolge die Personenschützer des BKA und die anwesenden Polizisten auf ihn aufmerksam und nahmen ihn schließlich fest, hieß es in dem Bericht weiter. Eine BKA-Sprecherin sagte der "Bild"-Zeitung, es sei niemand verletzt worden, der Mann sei "ohne Widerstand von der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt festgenommen" worden.

Aus dem Kanzleramt hieß es dem Bericht zufolge, für Scholz sei es "in der konkreten Situation kein großer Vorfall" gewesen, "nur eine überraschend innige Umarmung". Erst im Rückblick habe sich herausgestellt, "was da alles hätte passieren können".

Regierungssprecher Hebestreit sagte auf Anfrage, Landespolizei und Bundeskriminalamt (BKA) prüften jetzt, "was schief gelaufen ist". Scholz hatte am Mittwochabend in Frankfurt eine Rede anlässlich des 25-jährigen Bestehens der EZB gehalten.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Militär: USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag erstmals seit Wochen wieder Ziele im Iran angegriffen. Dabei sei die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus attackiert worden, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom. Der Angriff galt demnach zwei Raketen-Abschussstellungen, an denen die iranischen Revolutionsgarden den Abschuss von mit Seeminen bestückten Raketen vorbereitet hätten, erklärte Centcom-Sprecher Tim Hawkins.

Bevölkerung von Guinea-Bissau stimmt über Stärkung des Präsidenten ab

Im westafrikanischen Guinea-Bissau hat die Bevölkerung über eine Verfassungsänderung abgestimmt, mit der die Rolle des Staatspräsidenten gestärkt werden soll. Die Abstimmungslokale schlossen am Sonntagabend, erste Ergebnisse des Referendums werden für Dienstag erwartet. Die Beteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei über 55 Prozent.

Frankreichs Ex-Premier Philippe will konservative Parteien in neuem Bündnis einen

Knapp acht Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich will der Mitte-Rechts-Kandidat Edouard Philippe die konservativen Parteien in einem neuen Wahlbündnis oder einer neuen Partei einen. Es gehe darum, "die neue Partei oder den neuen Parteienverbund zu schmieden, der es allen, die ihre Kräfte im Dienste des Landes bündeln wollen ermöglicht, gemeinsam zu regieren", sagte der Vorsitzende der Partei Horizons am Sonntag bei einer Veranstaltung im nordfranzösischen Tourcoing.

AfD-Verbotsverfahren: Merz warnt vor sehr hohen Hürden

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich weiter skeptisch zur Einleitung eines Parteiverbotsverfahrens gegen die AfD gezeigt. Er wolle sich Forderungen, "dass man wenigstens den sogenannten völkischen Teil der AfD verbieten sollte, (...) nicht verschließen", sagte Merz im ARD-"Sommerinterview" am Sonntag. Aber in Deutschland seien die Hürden für ein Parteienverbot "sehr, sehr hoch".

Textgröße ändern: