Pallade Veneta - Edgars Rinkevics zum ersten homosexuellen Präsidenten Lettlands gewählt

Edgars Rinkevics zum ersten homosexuellen Präsidenten Lettlands gewählt


Edgars Rinkevics zum ersten homosexuellen Präsidenten Lettlands gewählt
Edgars Rinkevics zum ersten homosexuellen Präsidenten Lettlands gewählt / Foto: Gints Ivuskans - AFP

Lettlands Außenminister Edgars Rinkevics ist am Mittwoch zum neuen Präsidenten des Landes gewählt worden und damit der erste offen homosexuelle Politiker in diesem Amt. "Ich werde alle tun, damit unser Land gedeiht und sicher ist", sagt der 49-Jährige nach der Abstimmung im Parlament.

Textgröße ändern:

Der Topdiplomat wird dem baltischen Land für die kommenden vier Jahre als Staatschef dienen, nachdem sein Vorgänger Egils Levits sich nicht erneut zur Wahl gestellt hatte. Dieser sagte nach der Wahl, Lettland werde in den kommenden vier Jahren in "sicheren Händen sein". In dem EU-Mitgliedsstaat wird der Präsident von den Abgeordneten gewählt, seine Rolle ist vor allem repräsentativ.

Bereits 2014 hatte Rinkevics seine Homosexualität öffentlich bekanntgegeben - als erster prominenter Politiker in Lettland. Vor seiner Amtszeit als Außenminister arbeitete er als Analyst für Auslandsnachrichten bei Lettlands öffentlich-rechtlichen Radiosender sowie für das Verteidigungsministerium und das Präsidialamt.

Riga ist ein zuverlässiger Partner der Ukraine im russischen Angriffskrieg und unterstützt Kiews Streben nach einem Beitritt in die EU und die Nato. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gratulierte Rinkevics am Mittwoch zu seiner Wahl und nannte ihn einen "wahren Freund der Ukraine".

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Netanjahu: Palästinenserbehörde steht "große Überraschung" bevor

Vor dem Hintergrund einer israelischen Großoffensive im besetzten Westjordanland hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu eine "sehr große Überraschung" für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) angekündigt. "Wir haben den Nahen Osten umgestaltet", sagte Netanjahu am Freitag in einem Interview mit dem israelischen Sender i24News. "Es gibt auch eine sehr große Überraschung für die Palästinensische Autonomiebehörde", fügte er hinzu.

Nordkoreas Machthaber Kim besucht unangekündigt chinesische Grenzstadt

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat offenbar die chinesische Grenzstadt Dandong besucht. Das verlautete aus Regierungskreisen in Seoul, auch südkoreanische Medien berichteten am Samstag entsprechend. Kim überquerte die Grenze über eine große Brücke, die erst in der vergangenen Woche zwölf Jahre nach ihrer Fertigstellung offiziell eröffnet worden war.

70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz: Neue landesweite Proteste in Frankreich

Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich wollen am Samstag "Gelbwesten", Gewerkschaften und Schüler im Land auf die Straße gehen. Angesichts der starken Spannungen werden rund 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Für die Demonstrationen gelten strenge Auflagen, in Paris wurde nur ein Protestmarsch genehmigt, dessen Route verkürzt wurde. Die Behörden in Lyon haben Demonstrationen im Stadtzentrum untersagt. In Marseille darf nur eine Gewerkschaftskundgebung stattfinden.

Nach tödlichem Angriff: Israelische Armee startet Großoffensive im Westjordanland

Nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser hat die israelische Armee eine Großoffensive im besetzten Westjordanland gestartet. "Anti-Terror-Einsätze" seien an Dutzenden Orten im Gange, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung der israelischen Armee und des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet. Sicherheitskräfte durchsuchten im Raum Hebron Ziele und befragten Verdächtige, um "terroristische Infrastruktur zu lokalisieren und zu zerschlagen".

Textgröße ändern: