Pallade Veneta - Tausende bei jährlichem Marsch gegen Gewalt gegen Frauen in Argentinien

Tausende bei jährlichem Marsch gegen Gewalt gegen Frauen in Argentinien


Tausende bei jährlichem Marsch gegen Gewalt gegen Frauen in Argentinien
Tausende bei jährlichem Marsch gegen Gewalt gegen Frauen in Argentinien / Foto: Tomas CUESTA - AFP

In Argentinien hat der achte jährliche Marsch gegen die in dem südamerikanischen Land verbreitete Gewalt gegen Frauen stattgefunden. Tausende Menschen beteiligten sich am Samstag in der Hauptstadt Buenos Aires an der Kundgebung unter dem Motto "Ni una menos" (Nicht eine weniger). "Wir sind der Schrei derjenigen, die keine Stimme mehr haben", stand auf einem der vielen Plakate der Demonstrierenden zu lesen.

Textgröße ändern:

Erst am Donnerstag hatte in Argentinien erneut ein Frauenmord für Erschütterung gesorgt. Die 25-jährige Rocío González war von einem gleichaltrigen Kollegen mit sieben Schüssen getötet worden, nachdem sie sich bei ihrem Arbeitgeber wegen Belästigung über ihn beschwert hatte.

Gewalt gegen Frauen ist in Argentinien weiterhin weit verbreitet. Vergangenes Jahr wurden mehr als 250 sogenannte Femizide, also Morde an Frauen, verübt. Nach Angaben der Behörden kannten die Opfer in 88 Prozent der Fälle ihre Mörder, in 59 Prozent der Fälle handelte es sich um ihren Partner oder Ex-Partner.

Der erste "Ni una menos"-Marsch hatte 2015 nach dem gewaltsamen Tod der 14-jährigen Chiara Páez stattgefunden. Sie war von ihrem 17-jährigen Freund tot geschlagen worden, nachdem sie sich geweigert hatte, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Isländer stimmen mit knapper Mehrheit gegen EU-Beitrittsverhandlungen

Die Isländer wollen keine neuen Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union: Bei einer Volksabstimmung votierten sie mit knapper Mehrheit gegen eine Wiederaufnahme der 2013 abgebrochenen Gespräche. 52,8 Prozent der Bürger lehnten dem am Sonntag veröffentlichten Endergebnis zufolge neue Gespräche ab, die Befürworter lagen bei 47,2 Prozent. Regierungschefin Kristrun Frostadottir, die für neue Verhandlungen geworben hatte, sprach von einem "Sieg für die Demokratie". Die EU erklärte, sie respektiere die Entscheidung der Isländer.

Islands Regierungschefin bezeichnet Referendum-Ausgang als "Sieg für Demokratie"

Islands Regierungschefin Kristrun Frostadottir hat die Ablehnung neuer EU-Beitrittsverhandlungen durch die Bevölkerung in einem Referendum als "Sieg für die Demokratie" bezeichnet. "Ich betrachte das nicht als Rückschlag", sagte Frostadottir am Sonntag vor Journalisten. Die Regierungschefin hatte für die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger zu neuen Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union geworben.

Klingbeil sucht bei G20-Treffen in USA nach neuen Handelspartnern

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will beim G20-Finanzministertreffen in den USA neue Partnerschaften knüpfen. "Wir suchen die Kooperation mit allen, die wie wir auf offenen und regelbasierten Handel, auf Verlässlichkeit und Zusammenarbeit setzen", erklärte Klingbeil vor seiner Abreise nach Asheville im US-Bundesstaat North Carolina am Sonntag. Er werde unter anderem mit seinen Amtskollegen aus Indien, Kanada und Großbritannien darüber beraten.

Dähling kritisiert EEG-Reform und Netzpaket als Bremse der Energiewende

Die Energieexpertin Carolin Dähling kritisiert scharf die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur EEG-Reform und zum Netzpaket. Sie warnt davor, dass durch neue Hürden für Wind- und Solarkraftwerke eine große wirtschaftliche Chance vertan werde. Zudem bleibt die versprochene Senkung der Stromsteuer weiterhin aus.

Textgröße ändern: