Pallade Veneta - Zeitung: Thunberg muss wegen Verhaltens bei Protestveranstaltung vor Gericht

Zeitung: Thunberg muss wegen Verhaltens bei Protestveranstaltung vor Gericht


Zeitung: Thunberg muss wegen Verhaltens bei Protestveranstaltung vor Gericht
Zeitung: Thunberg muss wegen Verhaltens bei Protestveranstaltung vor Gericht / Foto: Sergei SUPINSKY - AFP/Archiv

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg muss sich laut einem Zeitungsbericht wegen ihres Verhaltens bei einer Protestaktion vor Gericht verantworten. Dem Regionalblatt "Sydsvenskan" zufolge wird die 20-Jährige beschuldigt, Mitte Juni bei einer Protestveranstaltung im südschwedischen Malmö den Anweisungen der Polizei nicht gefolgt zu sein. Demnach droht Thunberg voraussichtlich eine Geldstrafe, ein Gerichtstermin sei für Ende Juli angesetzt worden.

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Thunberg hatte sich an der von der Umweltschutzgruppe Ta tillbaka framtiden (Die Zukunft zurückerobern) organisierten Aktion beteiligt, bei der die Aktivisten versuchten, Zu- und Abfahrten des Hafens von Malmö zu blockieren. Die Teilnehmer wollten damit gegen die Nutzung fossiler Brennstoffe protestieren. Thunberg weigerte sich damals, auf Weisung der Polizei den Ort der Blockade zu verlassen.

Nach schwedischem Strafrecht kann das "Nichtbefolgen polizeilicher Anordnungen" theoretisch mit bis zu sechs Monaten Haft bestraft werden. Staatsanwältin Charlotte Ottesen sagte "Sydsvenskan" allerdings, üblicherweise werde das Vergehen mit einer Geldstrafe sanktioniert.

Thunberg hatte als 15-Jährige damit begonnen, sich freitags während der Unterrichtszeit vor das schwedische Parlament in Stockholm zu setzen und so für effektivere Klimaschutzmaßnahmen zu demonstrieren. Ihr wöchentlicher Streik weitete sich in wenigen Monaten zur globalen Protestbewegung Fridays for Future aus. Ihre Schulstreiks beendete Thunberg im Juni, da sie ihren Abschluss gemacht hatte.

Die junge Aktivistin prangert regelmäßig Regierungen in harschen Worten dafür an, dass sie nicht genug gegen die Klimaerwärmung täten. Ende März sprach sie nach der Veröffentlichung des jüngsten Berichts des Weltklimarats IPCC von "beispiellosem Verrat" durch die internationale Politik. Die Regierenden bewegten sich "aktiv in die falsche Richtung".

F.Amato--PV

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