Pallade Veneta - Länder dringen auf staatliche Maßnahmen zur Begrenzung der Energiepreise

Länder dringen auf staatliche Maßnahmen zur Begrenzung der Energiepreise


Länder dringen auf staatliche Maßnahmen zur Begrenzung der Energiepreise
Länder dringen auf staatliche Maßnahmen zur Begrenzung der Energiepreise

Mehrere Bundesländer fordern von der Bundesregierung weitere Maßnahmen, um die Belastung der Verbraucher durch die hohen Energiepreise zu begrenzen. Deutschland brauche "eine wirkungsvolle, effektive Energiepreisbremse", sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU), am Freitag im Bundesrat. "Die Energiepreise sind Hauptinflationstreiber und für viele Menschen inzwischen zu einem handfesten Problem geworden."

Textgröße ändern:

Konkret forderte Wüst "eine Senkung der Stromsteuer, eine Absenkung der Steuersätze auf Heizöl, Erdgas, Diesel und Benzin und eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Erdgas, Elektrizität und Fernwärme". Daneben sei eine "umfassende Entlastung für die Pendlerinnen und Pendler" nötig, und zwar "ab dem ersten Kilometer". Die Ampel-Koalition hat sich auf eine Erhöhung der Pendlerpauschale erst ab dem 21. Kilometer verständigt.

Wüst warnte vor den gesellschaftlichen Folgen zu hoher Energiekosten. "Wir dürfen die Energiepreise nicht zur neuen sozialen Frage werden lassen", sagte er. "Eine warme Wohnung darf in Deutschland nicht zum Luxus werden."

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) betonte, die "Preisexplosion" belaste inzwischen "längst nicht mehr nur die Haushalte mit geringen und kleinen Einkommen". Vielmehr sei auch die Mittelschicht betroffen. Es müsse "dringend jetzt gehandelt werden".

Die bisher von der Bundesregierung vorgesehenen Maßnahmen reichten nicht aus, kritisierte Hans. Es müssten "jetzt die Steuern gesenkt werden auf Energieerzeugnisse. Und zwar temporär."

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) lobte zwar die Maßnahmen der Bundesregierung. Es stelle sich aber die Frage, ob es noch weitere Spielräume für Entlastungen gebe. "Aus meiner Sicht lautet die Antwort: Ja."

Weil verwies darauf, dass der "Staatsanteil an den Energiekosten" in Deutschland sehr hoch sei. Da bei steigenden Preisen auch die entsprechenden Steuereinnahmen stiegen, könne dies als eine Art "verkappte Steuererhöhung" angesehen werden. Der Sozialdemokrat plädierte für eine Senkung der Stromsteuer. Auch solle eine befristete Absenkung der Mehrwertsteuer auf Energieprodukte geprüft werden.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

EU-Gipfel: Orban verärgert Teilnehmer mit Kreditblockade

Die EU-Gipfelteilnehmer haben Ungarns Widerstand gegen einen Ukraine-Kredit nicht überwinden können. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nannte die Haltung des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban am Donnerstag in Brüssel einen "groben Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten", die der Handlungsfähigkeit und dem Ansehen der EU schadeten. Mit Blick auf den Iran-Krieg riefen die Vertreter der 27 Mitgliedsstaaten die Kriegsparteien dazu auf, auf Angriffe gegen zivile Infrastruktur zu verzichten.

Iran-Krieg: EU mahnt angesichts möglicher Migrationsbewegungen zu "Wachsamkeit"

Angesichts möglicher Migrationsbewegungen infolge des Iran-Kriegs haben die Staats- und Regierungschefs der EU zu "Wachsamkeit" gemahnt. Die EU sei bereit, "ihre diplomatischen, rechtlichen, operativen und finanziellen Instrumente in vollem Umfang zu mobilisieren, um unkontrollierte Migrationsbewegungen in die EU zu verhindern", heißt es in der am Donnerstagabend veröffentlichten Gipfelerklärung. Die Sicherheit und die Kontrolle der Außengrenzen der Europäischen Union würden "weiter verstärkt".

Italien: Lega-Nord-Gründer Umberto Bossi gestorben

Der italienische Rechtspopulist und Gründer der einflussreichen Regionalpartei Lega Nord, Umberto Bossi, ist tot. Wie mehrere Medien am Donnerstag berichteten, verstarb der 84-Jährige im norditalienischen Varese auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Der für seine provokante Rhetorik bekannte Bossi war vor allem in den 90er und 2000er Jahren einer der prägenden Politiker Italiens.

EU-Gipfelteilnehmer fordern Stopp von Angriffen auf Energieanlagen

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs haben die EU-Gipfelteilnehmer einen vorläufigen Stopp von Angriffen auf zivile Infrastruktur gefordert. Mit Blick auf die UN-Charta und das humanitäre Völkerrecht fordert der Europäische Rat "ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen", wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Gipfelerklärung heißt. Die Gipfelteilnehmer begrüßten zudem die Ankündigungen von Mitgliedsstaaten, die Straße von Hormus abzusichern, "sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind".

Textgröße ändern: