Pallade Veneta - Ukrainische Fechterin verweigert russischer Gegnerin Handschlag

Ukrainische Fechterin verweigert russischer Gegnerin Handschlag


Ukrainische Fechterin verweigert  russischer Gegnerin Handschlag
Ukrainische Fechterin verweigert russischer Gegnerin Handschlag / Foto: Andreas SOLARO - AFP

Die ukrainische Fechtsportlerin Olha Charlan hat der ihr unterlegenen Russin Anna Smirnowa bei der Fecht-Weltmeisterschaft in Mailand den Handschlag verweigert und ist deswegen disqualifiziert worden. Charlan war die erste ukrainische Sportlerin überhaupt, die - außerhalb von Tennis - seit Beginn des Ukraine-Kriegs in einem Wettkampf gegen eine russische Sportlerin antrat. Das ukrainische Sportministerium hatte erst am Vortag seine Bestimmungen geändert.

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Die ukrainische Präsidentschaft nannte die Disqualifizierung der Sportlerin "beschämend". Bei der WM dürfen Fechterinnen und Fechter aus Russland und Belarus in Einzelwettbewerben als neutrale Athleten starten. Die ukrainische Regierung hatte ihren Sportlern zunächst untersagt, gegen diese anzutreten. Seit Mittwoch sind jedoch nur noch Kämpfe gegen Sportler untersagt, "die die Russische Föderation oder die Republik Belarus repräsentieren".

Charlan hatte schon vor der WM im AFP-Interview angekündigt, wie im Tennis Russinnen einen Handschlag zu verweigern. Nach Charlans Sieg streckte die als neutral angetretene Fechterin Smirnowa der Ukrainerin ihre linke Hand entgegen. Charlan schüttelte jedoch nur kurz den Kopf und hielt ihr stattdessen den Säbel entgegen.

Smirnowa blieb daraufhin einfach stehen - bis ihr irgendwann ein Stuhl gereicht wurde. Der Kampfrichter redete eine Weile vergeblich auf die Russin ein, bis diese schließlich nach einer Dreiviertelstunde für die wartenden Fechter nach ihr Platz machte.

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Paris ist noch immer nicht geklärt, ob Sportler aus Russland als "neutrale" Athleten antreten dürfen. Sollte dies der Fall sein, droht ein Boykott der Ukraine.

E.Magrini--PV

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