Pallade Veneta - Russische Behörden vermelden erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau

Russische Behörden vermelden erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau


Russische Behörden vermelden erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau
Russische Behörden vermelden erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau / Foto: Alexander NEMENOV - AFP

Die russische Hauptstadt Moskau ist in der Nacht auf Sonntag laut russischen Behörden erneut von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Das russische Verteidigungsministerium erklärte im Online-Dienst Telegram, eine der drei Drohnen sei über dem Gebiet der Moskauer Vorstadt Außenbezirk Odinzowo abgeschossen worden. Zwei weitere Drohnen seien durch "elektronische Kampfführung ausgeschaltet" worden und in ein Bürogebäudekomplex im Neubauviertel Moskau City gestürzt. Hierbei sei niemand verletzt worden. Der Verkehr am internationalen Moskauer Flughafen Wnukowo wurde zeitweise eingestellt.

Textgröße ändern:

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte zuvor am frühen Sonntagmorgen im Online-Dienst Telegram erklärt, bei dem Drohnenangriff seien die Fassaden zweier Bürohochhäuser leicht beschädigt worden. Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete die Attacke als "versuchten Terrorangriff" seitens der Ukraine, der "vereitelt" worden sei.

Der internationale Hauptstadtflughafen Wnukowo wurde der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge am Samstagmorgen kurzzeitig geschlossen, sämtliche Flüge seien auf andere Flughäfen umgeleitet worden. Binnen weniger als einer Stunde zeichnete sich wieder normaler Flugbetrieb ab. Bereits Anfang Juli hatte Russland eigenen Angaben zufolge fünf ukrainische Drohnen abgeschossen, die den Betrieb des Flughafens Wnukowo gestört hatten.

Moskau liegt rund 500 Kilometer von der Grenze Russlands zur Ukraine entfernt. Das Stadtgebiet und das Umland der Hauptstadt waren im Ukraine-Konflikt zunächst nur selten ins Visier geraten. Zuletzt aber hatten sich mehrere Drohnenangriffe auf Moskau ereignet, für die russische Behörden die Ukraine beschuldigten. Das russische Außenministerium hatte erklärt, solche Angriffe wären ohne die Unterstützung der Ukraine durch die Nato "nicht möglich".

Am Freitag hatten russische Behörden erklärt, die Luftabwehr habe zwei Raketen über der südlichen, an die Ukraine angrenzenden Region Rostow abgefangen. Dabei seien Trümmerteile auf die Stadt Taganrog gefallen, wodurch mindestens 16 Menschen verletzt worden seien. Kurz darauf sei eine S-200-Rakete in der Nähe der Stadt Asow abgeschossen worden, die Trümmerteile seien jedoch in einem unbewohnten Gebiet niedergegangen.

In der Ukraine wurden am Samstag bei einem russischen Angriff auf die Stadt Saporischschja nach ukrainischen Behördenangaben zwei Menschen getötet.

Bei einem Raketenangriff auf die Stadt Sumy wurden nach Polizeiangaben mindestens ein Zivilist getötet und fünf weitere verletzt. Der öffentlich-rechtlichen ukrainischen Medienanstalt Suspilne zufolge wurde ein Gebäude der bei dem gegen 20.00 Uhr (19.00 Uhr MESZ) erfolgten Raketenangriff getroffenen Bildungseinrichtung zerstört. Anfang Juli waren bei einem russischen Drohnenangriff auf Sumy bereits drei Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden.

M.Romero--PV

Empfohlen

Ukrainischer Ex-Minister Fedorow wird Berater für militärische Innovationen in Italien

Der aus dem Amt gedrängte ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow wird "Berater für Innovationen in der Verteidigung" des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto. Dieser habe ihm die Stelle angeboten, erklärte Fedorow am Freitag in Onlinediensten. "In dieser Funktion werde ich Italien dabei unterstützen, Technologien für die moderne Kriegsführung zu entwickeln." Gleichzeitig werde er weiter "an Projekten zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit" der Ukraine arbeiten.

Polens Regierung kritisiert hohe Kosten durch Vetos des Präsidenten

Die liberal-konservative polnische Regierung hat die hohen Kosten kritisiert, die dem Land wegen der häufigen Vetos des konservativen Präsidenten Karol Nawrocki gegen Reformvorhaben entstünden. Dessen Einsprüche gegen Gesetzesvorhaben hätten bereits Verluste in Höhe von acht Milliarden Zloty (umgerechnet 1,85 Milliarden Euro) verursacht, erklärte Finanzminister Andrzej Domanski bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für 2027 am Freitag. Nawrocki verhalte sich "unverantwortlich".

Israel meldet Tötung von drei militanten Kämpfern im Westjordanland

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff am Stadtrand von Dschenin im Norden des besetzten Westjordanlands drei militante Kämpfer getötet. "Drei Terroristen wurden im Raum Dschenin eliminiert", erklärte das israelische Militär am Freitag. Einer der Getöteten sei der Hamas-Aktivist Kais Bitawi, der an der "Planung, Finanzierung und Ausführung von Angriffen auf israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte" beteiligt gewesen sei.

"Marsch auf Washington": Hunderte demonstrieren gegen Wahlrechtseinschränkungen durch Trump

In der US-Hauptstadt Washington haben hunderte Menschen gegen Wahlrechts-Einschränkungen unter Präsident Donald Trump demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Defend the vote" (Verteidigt das Wahlrecht) hatten Bürgerrechtsaktivisten und Oppositionspolitiker aufgerufen. Der sogenannte "Marsch auf Washington" fand am 63. Jahrestag der Rede von Martin Luther King statt, in der er mit den Worten "I have a dream" (Ich habe einen Traum) Gleichstellung eingefordert hatte.

Textgröße ändern: