Pallade Veneta - Schirdewan glaubt an Erfolg von Ramelow bei Landtagswahl in Thüringen

Schirdewan glaubt an Erfolg von Ramelow bei Landtagswahl in Thüringen


Schirdewan glaubt an Erfolg von Ramelow bei Landtagswahl in Thüringen
Schirdewan glaubt an Erfolg von Ramelow bei Landtagswahl in Thüringen / Foto: TOBIAS SCHWARZ - SID/Archiv

Linken-Parteichef Martin Schirdewan hat sich zuversichtlich gezeigt, dass bei der Landtagswahl in Thüringen im kommenden Jahr der derzeit regierende linke Ministerpräsident Bodo Ramelow Erfolg haben wird. "Die Wählerinnen und Wähler werden sich zu entscheiden haben zwischen einem Ministerpräsidenten, der ihre Interessen vertritt und der die Demokratie verteidigt, und einem Faschisten Björn Höcke", sagte Schirdewan am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview". Ramelow kämpfe "seit Jahrzehnten" an der Seite der Thüringerinnen und Thüringer.

Textgröße ändern:

In Thüringen soll im Herbst 2024 ein neuer Landtag gewählt werden. Derzeit regiert Ramelow in einer Koalition mit der SPD und den Grünen in einer Minderheitsregierung das Bundesland. In aktuellen Umfragen wäre die AfD mit Landeschef Höcke die stärkste Partei, Ramelow ist aber weiterhin beliebtester Politiker.

Schirdewan sagte im ZDF-"Sommerinterview" im thüringischen Apolda: "Was sich hier gerade vollzieht, ist meiner Ansicht nach ein Aufstand der abgehängten Bevölkerung, der abgehängten Region". Dieser Aufstand führe zur AfD.

Alle Umfragen ergäben, dass die Unzufriedenheit mit der Politik der Bundesregierung "enorm" sei, sagte Schirdewan. "Die Leute fühlen sich einfach im Stich gelassen." Die Regierenden in Berlin hätten "den Osten einfach vergessen".

Die Linkspartei hat ein Maßnahmenpaket für mehr soziale Gerechtigkeit vorgelegt, wie Schirdewan betonte. In ihrem "Plan für ein gerechtes Land" schlägt die Partei unter anderem einen gesetzlichen automatischen Inflationsausgleich für alle Löhne und Gehälter vor, eine Anhebung des Mindestlohns auf 14 Euro pro Stunde und eine Angleichung der Löhne in Ostdeutschland an die in Westdeutschland bis Ende 2025.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Polens Regierung kritisiert hohe Kosten durch Vetos des Präsidenten

Die liberal-konservative polnische Regierung hat die hohen Kosten kritisiert, die dem Land wegen der häufigen Vetos des konservativen Präsidenten Karol Nawrocki gegen Reformvorhaben entstünden. Dessen Einsprüche gegen Gesetzesvorhaben hätten bereits Verluste in Höhe von acht Milliarden Zloty (umgerechnet 1,85 Milliarden Euro) verursacht, erklärte Finanzminister Andrzej Domanski bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für 2027 am Freitag. Nawrocki verhalte sich "unverantwortlich".

Israel meldet Tötung von drei militanten Kämpfern im Westjordanland

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff am Stadtrand von Dschenin im Norden des besetzten Westjordanlands drei militante Kämpfer getötet. "Drei Terroristen wurden im Raum Dschenin eliminiert", erklärte das israelische Militär am Freitag. Einer der Getöteten sei der Hamas-Aktivist Kais Bitawi, der an der "Planung, Finanzierung und Ausführung von Angriffen auf israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte" beteiligt gewesen sei.

"Marsch auf Washington": Hunderte demonstrieren gegen Wahlrechtseinschränkungen durch Trump

In der US-Hauptstadt Washington haben hunderte Menschen gegen Wahlrechts-Einschränkungen unter Präsident Donald Trump demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Defend the vote" (Verteidigt das Wahlrecht) hatten Bürgerrechtsaktivisten und Oppositionspolitiker aufgerufen. Der sogenannte "Marsch auf Washington" fand am 63. Jahrestag der Rede von Martin Luther King statt, in der er mit den Worten "I have a dream" (Ich habe einen Traum) Gleichstellung eingefordert hatte.

Ostsee-Anrainer vereinbaren gemeinsame Task Force gegen hybride Bedrohungen

Mit einer gemeinsamen Sicherheits-Taskforce wollen die Anrainerstaaten der Ostsee hybriden Bedrohungen besser entgegentreten. Derartige Bedrohungen hätten zuletzt deutlich zugenommen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitagnachmittag nach einem Ministertreffen in Flensburg. "Die hybriden Aktivitäten, denen unsere Länder ausgesetzt sind, deuten auf eine weitere Eskalation hin", warnte er.

Textgröße ändern: