Pallade Veneta - EVP-Chef Weber kündigt für Europawahlkampf klare Abgrenzung von der AfD an

EVP-Chef Weber kündigt für Europawahlkampf klare Abgrenzung von der AfD an


EVP-Chef Weber kündigt für Europawahlkampf klare Abgrenzung von der AfD an
EVP-Chef Weber kündigt für Europawahlkampf klare Abgrenzung von der AfD an / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber (CSU), hat für den Europawahlkampf eine klare Abgrenzung von der AfD angekündigt. Die AfD stelle für Deutschland und ganz Europa alles infrage, was Frieden und Wohlstand gebracht habe und spiele die Menschen gegeneinander aus, sagte Weber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir müssen und werden weiter die harte Abgrenzung suchen", sagte er.

Textgröße ändern:

Weber, der auch stellvertretender Parteivorsitzender der CSU ist, nannte die AfD einen "politischen Feind" der Union, weil sie an den Grundwerten des Staates rüttle und die EU zerstören wolle.

SPD-Fraktionsvize Achim Post kritisierte Webers als unglaubwürdig. "Es reicht in keinster Weise aus, dass sich Manfred Weber von der AfD in Deutschland distanziert, wenn er gleichzeitig weiter an seiner Anbiederungsstrategie gegenüber rechtsradikalen Kräften in anderen EU-Staaten festhält", sagte Post der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

Weber hatte sich kürzlich mit Italiens ultrarechter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni getroffen und sich offen für eine Zusammenarbeit der EVP mit Melonis Partei gezeigt. Dafür war er auch aus den Reihen der EVP kritisiert worden. In der EVP sind Parteien zusammengeschlossen, die sich als bürgerlich-konservativ und christdemokratisch verstehen.

SPD-Mann Post kritisierte, Webers Kurs sei "nichts anderes als die Aufkündigung des pro-europäischen Grundkonsens zwischen den großen demokratischen Parteienfamilien, der Europa über Jahrzehnte geprägt und stark gemacht hat". Dass Manfred Weber in dieser Weise "rechte Machtkalküle über europäische Verantwortung" stelle, sei "vollkommen inakzeptabel".

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Stephan Thomae, schlug derweil in der innerdeutschen Debatte vor, durch die Begrenzung von Migration der AfD "den Wind aus den Segeln nehmen". Den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Dienstagsausgabe) sagte er, Abschiebungen müssten besser funktionieren und Geflüchtete fairer auf die EU-Staaten verteilt werden.

Eine "Null Asyl"-Politik wie in Dänemark ist laut Thomae allerdings keine Vorbild für Deutschland. "Wir wollen Migration ordnen und gezielt in den deutschen Arbeitsmarkt steuern", sagte er.

FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai betonte im Interview mit der Mediengruppe Bayern, die Liberalen würden sich "schon lange für eine Zeitenwende auch in der Migrationspolitik einsetzen". Die Reform des Europäischen Asylsystems sei dabei ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Polens Regierung kritisiert hohe Kosten durch Vetos des Präsidenten

Die liberal-konservative polnische Regierung hat die hohen Kosten kritisiert, die dem Land wegen der häufigen Vetos des konservativen Präsidenten Karol Nawrocki gegen Reformvorhaben entstünden. Dessen Einsprüche gegen Gesetzesvorhaben hätten bereits Verluste in Höhe von acht Milliarden Zloty (umgerechnet 1,85 Milliarden Euro) verursacht, erklärte Finanzminister Andrzej Domanski bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für 2027 am Freitag. Nawrocki verhalte sich "unverantwortlich".

Israel meldet Tötung von drei militanten Kämpfern im Westjordanland

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff am Stadtrand von Dschenin im Norden des besetzten Westjordanlands drei militante Kämpfer getötet. "Drei Terroristen wurden im Raum Dschenin eliminiert", erklärte das israelische Militär am Freitag. Einer der Getöteten sei der Hamas-Aktivist Kais Bitawi, der an der "Planung, Finanzierung und Ausführung von Angriffen auf israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte" beteiligt gewesen sei.

"Marsch auf Washington": Hunderte demonstrieren gegen Wahlrechtseinschränkungen durch Trump

In der US-Hauptstadt Washington haben hunderte Menschen gegen Wahlrechts-Einschränkungen unter Präsident Donald Trump demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Defend the vote" (Verteidigt das Wahlrecht) hatten Bürgerrechtsaktivisten und Oppositionspolitiker aufgerufen. Der sogenannte "Marsch auf Washington" fand am 63. Jahrestag der Rede von Martin Luther King statt, in der er mit den Worten "I have a dream" (Ich habe einen Traum) Gleichstellung eingefordert hatte.

Ostsee-Anrainer vereinbaren gemeinsame Task Force gegen hybride Bedrohungen

Mit einer gemeinsamen Sicherheits-Taskforce wollen die Anrainerstaaten der Ostsee hybriden Bedrohungen besser entgegentreten. Derartige Bedrohungen hätten zuletzt deutlich zugenommen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitagnachmittag nach einem Ministertreffen in Flensburg. "Die hybriden Aktivitäten, denen unsere Länder ausgesetzt sind, deuten auf eine weitere Eskalation hin", warnte er.

Textgröße ändern: