Pallade Veneta - Erste Asylbewerber beziehen Unterkunft auf Kahn an Küste im Südwesten Englands

Erste Asylbewerber beziehen Unterkunft auf Kahn an Küste im Südwesten Englands


Erste Asylbewerber beziehen Unterkunft auf Kahn an Küste im Südwesten Englands
Erste Asylbewerber beziehen Unterkunft auf Kahn an Küste im Südwesten Englands / Foto: Andrew Matthews - POOL/AFP

Eine erste Gruppe von Asylbewerbern hat am Montag Unterkunft an Bord der "Bibby Stockholm" bezogen, einem riesigen Kahn an der Küste im Südwesten Englands. Das umstrittene Projekt der britischen Regierung soll Geld bei der Aufnahme von Flüchtlingen einsparen und potenzielle Asylbewerber abschrecken. Die neue Maßnahme in der Einwanderungspolitik hatte bei Anwohnern und Menschenrechtsaktivisten heftige Kritik hervorgerufen.

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Die 93 Meter lange und 27 Meter breite "Bibby Stockholm", die seit Wochen in Portland an der Küste von Dorset vor Anker liegt, nahm nach einer Reihe von Verzögerungen die ersten Bewohner auf. Mit seinen 222 Kabinen soll der Kahn Platz für bis zu 500 junge, männliche Asylsuchende bieten.

Die Entscheidung, das Schiff in Portland anzulegen, einer kleinen Insel mit etwa 13.600 Einwohnern, wurde von einigen Anwohnern kritisiert. Das Gebiet ist ihrer Ansicht nach für das Projekt nicht geeignet. Einige Bewohner gaben an, sie fürchteten um ihre Sicherheit.

Auch Menschenrechtsaktivisten äußerten Kritik an dem Projekt. Der Lastkahn sei für den Zweck der Unterbringung von Asylsuchenden ungeeignet. In den vergangenen Wochen waren Demonstranten beider Seiten am Ufergelände aufgetaucht.

Zuvor war der Kahn von Deutschland und den Niederlanden zur Unterbringung von Obdachlosen und Asylbewerbern genutzt worden. Gegner des Projekts in Großbritannien wiesen darauf hin, dass es schon früher als "unterdrückende Umgebung" beschrieben worden sei.

Die Feuerwehrgewerkschaft hatte in der vergangenen Woche ein dringendes Treffen mit dem Innenministerium wegen Sicherheitsbedenken gefordert. Nach Angaben offizieller Stellen hat der Kahn jedoch alle notwendigen Kontrollen bestanden.

Die britische Regierung versucht in jüngster Zeit vermehrt, die Kosten für die Unterbringung von Asylbewerbern zu senken. In den vergangenen Jahren gab einen Anstieg der Flüchtlinge, die über den Ärmelkanal an Bord kleiner Boote nach Großbritannien kamen.

"Die Regierung hält es für richtig, Alternativen (zu bisherigen Unterkünften) zu finden, die billiger und kosteneffizienter sind", sagte ein Sprecher von Premierminister Rishi Sunak vor Journalisten. "Wir denken, dass dies eine Alternative ist."

H.Lagomarsino--PV

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