Pallade Veneta - Israelische Armee zerstört Haus von mutmaßlichem Attentäter im Westjordanland

Israelische Armee zerstört Haus von mutmaßlichem Attentäter im Westjordanland


Israelische Armee zerstört Haus von mutmaßlichem Attentäter im Westjordanland
Israelische Armee zerstört Haus von mutmaßlichem Attentäter im Westjordanland / Foto: Jaafar ASHTIYEH - AFP

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben das Haus eines mutmaßlichen Attentäters im Westjordanland zerstört. Das frühere Wohnhaus von Abdel Fatah Chruschah im Flüchtlingslager Askar in Nablus sei in der Nacht zum Dienstag abgerissen worden, erklärte die Armee. Bei Ausschreitungen am Rande der Aktion wurden nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond mehrere Menschen verletzt.

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Israel zerstört regelmäßig die Häuser mutmaßlicher palästinensischer Attentäter. Die israelischen Behörden verteidigen dies als wirksame Abschreckungsmaßnahme, Menschenrechtsgruppen kritisieren die Häuserzerstörungen als unverhältnismäßig.

Chruschah, der im März bei einer israelischen Razzia getötet wurde, soll im Februar einen Mordanschlag auf zwei jüdische Siedler verübt haben. Sein Haus in Nablus wurde gesprengt. Bei dem begleitenden Armeeeinsatz kam es Augenzeugen zufolge zu Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und bewaffneten Palästinensern. Die israelische Armee erklärte, dabei seien die Soldaten mit Sprengsätzen beworfen und mit scharfer Munition beschossen worden. Diese hätten mit "Mitteln zur Auflösung von Unruhen" reagiert.

Dem palästinensischen Roten Halbmond zufolge wurden sechs Menschen verletzt, einer davon durch scharfe Munition. Die Rettungskräfte warfen israelischen Einsatzkräften vor, einen Rettungswagen gezielt mit Gummigeschossen und Tränengas beschossen zu haben.

Israel hält das Westjordanland seit dem Sechs-Tage-Krieg im Jahr 1967 besetzt. In dem Gebiet leben rund drei Millionen Palästinenser sowie etwa 490.000 Israelis in Siedlungen, die von der UNO als völkerrechtswidrig eingestuft werden.

Die Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Seit Beginn des Jahres sind laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Angaben mindestens 212 Palästinenser, 28 Israelis, eine Ukrainerin und ein Italiener getötet worden. Bei einem großen Teil der Opfer handelt es sich um Zivilisten.

O.Mucciarone--PV

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