Pallade Veneta - Parlamentswahlen in Polen für den 15. Oktober angesetzt

Parlamentswahlen in Polen für den 15. Oktober angesetzt


Parlamentswahlen in Polen für den 15. Oktober angesetzt
Parlamentswahlen in Polen für den 15. Oktober angesetzt / Foto: PETRAS MALUKAS - AFP/Archiv

Polens Präsident Andrzej Duda hat den Termin für die anstehenden Parlamentswahlen in dem Land festgelegt. "Ich habe entschieden, diese Wahlen für den 15. Oktober 2023 anzusetzen", erklärte Duda am Dienstag im Online-Netzwerk Twitter, das in "X" umbenannt wurde. "Die Zukunft Polens geht uns alle an", fügte der Präsident hinzu.

Textgröße ändern:

Die Wahlberechtigten sind dazu aufgerufen, 460 Abgeordnete des Unterhauses und 100 Senatoren zu wählen. Derzeit hat die rechtsnationale Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) die meisten Sitze im Sejm. Nach 2015 und 2019 strebt die Partei ihren dritten Wahlsieg in Folge an.

Die Wahl wird in Brüssel mit Spannung verfolgt werden. Die europaskeptische PiS ist in der Vergangenheit öfter mit den EU-Institutionen aneinander geraten, unter anderem beim Thema Rechtsstaatlichkeit.

Die Regierung in Warschau steht unter starkem Druck. Anfang Juni hatten in der Hauptstadt hunderttausende Menschen gegen die Politik der Regierungskoalition demonstriert - der größte Straßenprotest seit dem Ende des Kommunismus im Jahr 1989.

Bei einer vergangene Woche veröffentlichten Umfrage des Instituts Ibris kam die PiS dennoch mit 33,4 Prozent auf die größten Stimmanteile. Die liberale Oppositionspartei Bürgerplattform (PO) des ehemaligen EU-Ratspräsidenten und früheren Ministerpräsidenten Donald Tusk lag bei 26,2 Prozent.

Die Umfragen zeigen jedoch, dass PiS die absolute Mehrheit verpassen und auf die Bildung einer Koalition angewiesen sein könnte. Königsmacher könnte dann die rechtsextreme Partei Konföderation werden, die den Umfragen zufolge bei 12,7 Prozent liegt.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Linke-Spitzenkandidatinnen: Ostdeutscher Wahlkampf ist emotional geprägt

Im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern betonen die Spitzenkandidatinnen der Linken Partei die emotionale Dimension des Wahlkampfs. Eva von Angern kritisiert, dass die extreme Rechte mit Ängsten spiele, während sie gemeinsam mit Simone Oldenburg und Elif Eralp nach gemeinsamen Lösungen für strukturelle Probleme sucht.

Grüne fordern Pflanzung einer Million Bäume und mehr Hitzeschutz

Angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise fordern die Grünen, den Schutz vor extremer Hitze stärker als bisher zur Priorität zu machen. "Wir wollen die Neupflanzung von mindestens einer Million zusätzlicher Straßenbäume in unseren Städten und Gemeinden bis 2030 aus Bundesmitteln finanzieren", heißt es in einem Beschluss des Bundesvorstands auf dessen Klausurtagung am Freitag in Berlin.

Unterlassene Hilfeleistung: Wann Sie helfen müssen und welche Risiken bestehen

Wer in einer Notlage nicht hilft, macht sich strafbar. Doch was genau verlangt das Gesetz von Passanten? Rechtsanwältin Leonora Holling und Rechtsanwalt Christian Rode klären auf: Hilfe muss möglich und zumutbar sein, doch wer handelt, ist vor Haftungsrisiken weitgehend geschützt.

Neue Berechnung: Deutschland droht 2026 Klimaziel zu verfehlen

Deutschland droht 2026 anders als in den Vorjahren sein gesetzliches Klimaziel zu verfehlen. Das geht aus am Freitag veröffentlichten Berechnungen des Thinktanks Agora Energiewende auf Basis vorläufiger Daten hervor. Demnach nahmen die Treibhausgasemissionen im ersten Halbjahr zwar weiter ab, jedoch nur geringfügig um sieben Millionen CO2-Äquivalente. Zudem sei der Rückgang in erster Linie auf die schwierige Wirtschaftslage und auf Preiseffekte zurückzuführen.

Textgröße ändern: