Pallade Veneta - Frau wegen Drohbriefes mit Rizin an Trump zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt

Frau wegen Drohbriefes mit Rizin an Trump zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt


Frau wegen Drohbriefes mit Rizin an Trump zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt
Frau wegen Drohbriefes mit Rizin an Trump zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt / Foto: Sergio FLORES - AFP/Archiv

Weil sie einen Drohbrief mit dem tödlichen Gift Rizin an den damaligen US-Präsidenten Donald Trump geschickt hatte, ist eine Franko-Kanadierin zu knapp 22 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein US-Bundesgericht in der Hauptstadt Washington verhängte am Donnerstag eine 262-monatige Haftstrafe gegen die 56-jährige Pascale Ferrier. Die Frau hatte sich im Januar wegen Verstößen gegen das Biowaffen-Recht schuldig bekannt.

Textgröße ändern:

Ferrier hatte laut US-Justiz im September 2020 von Kanada aus einen Brief mit selbst hergestelltem Rizin an Trump geschickt und den Präsidenten aufgefordert, seine Bewerbung für die Präsidentschaftswahl im folgenden November zurückzuziehen.

"Ich habe einen neuen Namen für dich: 'Der hässliche Tyrannen-Clown', ich hoffe, das gefällt dir", schrieb die Frau aus Québec demnach. Sollte das Rizin nicht wirken, "werde ich eine bessere Rezeptur für ein anderes Gift finden oder ich könnte meine Waffe nutzen, wenn ich in der Lage bin zu kommen. Genieß es!"

In der selben Zeit schrieb die Frau im inzwischen in "X" umbenannten Kurzbotschaftendienst Twitter, jemand solle Trump "ins Gesicht schießen". Sie versuchte dann, mit dem Auto von Kanada aus in die USA zu fahren. Grenzbeamte fanden bei ihr aber eine geladene Schusswaffe und hunderte Schuss Munition und nahmen die Frau fest.

Ferrier hatte auch Briefe mit Rizin an acht Polizeivertreter im Bundesstaat Texas adressiert. Die Frau hatte 2019 in Texas wegen Waffenbesitzes rund zehn Wochen in Haft verbracht. Sie machte laut US-Justiz texanische Polizeivertreter dafür verantwortlich und schickte ihnen deswegen die Briefe mit Rizin.

Durch das Gift kam letztlich niemand zu Schaden. Briefe an das Weiße Haus werden in einem Vorort von Washington untersucht. Rizin wird aus den Samen des Wunderbaums (Ricinus communis) gewonnen und ist hochgiftig.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Thüringen: AfD scheitert erneut mit Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt

Die AfD ist in Thüringen ein weiteres Mal mit einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) gescheitert. Im Landtag in Erfurt stimmten am Freitag 33 Abgeordnete für AfD-Landtagsfraktionschef Björn Höcke als neuen Ministerpräsidenten. Nötig gewesen wären mindestens 45 Stimmen, um den von der AfD wegen der Aberkennung seines Doktortitels kritisierten Voigt abzuwählen.

Von Notz fordert entschiedenes Vorgehen gegen russische Schattenflotte

Anlässlich eines Treffens der Innenminister der Ostsee-Anrainerstaaten hat der Grünen-Sicherheitspolitiker Konstantin von Notz gemeinsame Maßnahmen gegen die sogenannte russische Schattenflotte gefordert. Es handele sich um "1300 Schiffe, die jeden Tag das Geld für diesen Krieg in Europa ranschaffen", sagte von Notz am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Die Schattenflotte fahre jeden Tag durch die Ostsee. Die Innenminister müssten miteinander sprechen, "wie man da effektiv gegen vorgeht".

Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: ZDF-Umfrage ergibt keine absolute AfD-Mehrheit

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ergibt eine Umfrage für das ZDF keine absolute Mehrheit für die klar führende AfD. In der am Freitag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD auf 40 Prozent. Mit 23 Prozent folgt die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.

Union und SPD schließen Fraktionsklausur zu Reformen in Münster ab

Die Regierungsfraktionen Union und SPD schließen am Freitag in Münster ihre Klausurtagung ab. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU), der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann treten am frühen Nachmittag vor die Presse, um über die Ergebnisse zu informieren (13.30 Uhr). Geplant war die Verabschiedung von zwei Beschlüssen zu Resilienz und innerer Sicherheit sowie zu den bis Jahresende anstehenden Reformvorhaben etwa bei Pflege und Rente.

Textgröße ändern: