Pallade Veneta - Berichte über Menschenrechtsverletzungen: H&M stellt Aktivitäten in Myanmar ein

Berichte über Menschenrechtsverletzungen: H&M stellt Aktivitäten in Myanmar ein


Berichte über Menschenrechtsverletzungen: H&M stellt Aktivitäten in Myanmar ein
Berichte über Menschenrechtsverletzungen: H&M stellt Aktivitäten in Myanmar ein / Foto: Fredrik SANDBERG - TT News Agency/AFP

Nach Berichten über Menschenrechtsverletzungen in Textilfabriken in Myanmar will sich die schwedische Modekette H&M aus dem südostasiatischen Land zurückziehen. In Myanmar werde es zunehmend schwieriger, gemäß der eigenen "Standards und Anforderungen" zu arbeiten, erklärte das Unternehmen am Freitag. Daher habe die Modekette entschieden, seine Aktivitäten stufenweise einzustellen.

Textgröße ändern:

Die britische Menschenrechtsorganisation Business and Human Rights Centre hatte in einem in dieser Woche veröffentlichten Bericht für den Zeitraum von Februar 2022 bis Februar 2023 mehr als 150 Fälle mutmaßlicher Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in Textilfabriken dokumentiert. Im Vorjahreszeitraum lag die Zahl bei 56.

Eigenen Angaben zufolge betreibt H&M keine eigenen Textilfabriken in Myanmar, sondern bezieht die Produkte von 26 Lieferanten mit insgesamt 39 Fabriken. Von allen Fällen, welche die britische NGO seit Februar 2021 registrierte, standen 20 im Zusammenhang mit Lieferanten des schwedischen Modeunternehmens.

Das südostasiatische Land wird von Gewalt erschüttert, seit das Militär im Februar 2021 die Macht an sich gerissen und die demokratische Regierung von Aung San Suu Kyi gestürzt hatte. Zahlreiche internationale Unternehmen haben Myanmar seitdem verlassen.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Massendemonstration für Erhalt des staatlichen Rentensystems in Spanien

Gut einen Monat vor der vorgezogenen Parlamentswahl in Spanien haben im Zentrum von Madrid mehrere zehntausend Menschen für den Erhalt des staatlichen Rentensystems demonstriert. Der Protestzug führte am Samstag vom Atocha-Bahnhof vorbei am Prado-Museum und der ebenfalls bei Touristen beliebten Plaza de Cibeles, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. "Garantierte Renten", stand unter anderem auf den Transparenten der Demonstrierenden.

Neue Proteste in Frankreich: Mehr als 130 Festnahmen und Einsatz von Tränengas

Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen haben in Frankreich die ersten neuen Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten begonnen. Die Sicherheitskräfte nahmen bis zum frühen Samstagnachmittag mehr als 130 Menschen vorübergehend fest. Im südfranzösischen Lyon setzte die Polizei Tränengas ein, um etwa 150 Demonstranten auseinanderzutreiben, die trotz eines Verbots eine Straße blockieren wollten. Landesweit waren rund 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, um befürchtete neue Gewalttaten und Plünderungen zu verhindern.

Tschechiens Parlament stimmt in erster Lesung für Abschaffung von Rundfunkgebühren

Ungeachtet von Protesten und Kritik der Opposition wegen Einschränkung der Pressefreiheit hat das tschechische Abgeordnetenhaus für die Einführung eines neuen Finanzierungssystems für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gestimmt. Der Gesetzentwurf, der von der rechtsgerichteten Koalition von Regierungschef Andrej Babis unterstützt wird, wurde am frühen Samstagmorgen im Schnellverfahren in erster Lesung abgesegnet.

Nach tödlichem Angriff: Israelische Armee startet Großoffensive in Hebron

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel ist die israelische Armee am Samstag auf Anweisung von Regierungschef Benjamin Netanjahu in die Stadt Hebron im besetzten Westjordanland vorgedrungen. Es fänden "präzise, gezielte und gründliche Durchsuchungen" statt, teilte die israelische Armee mit. Die "Anti-Terror-Einsätze" würden "voraussichtlich mehrere Tage andauern". Palästinensische Behörden erklärten, rund 250 Familien seien vertrieben worden. Nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser hatte Netanjahu eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets angeordnet.

Textgröße ändern: