Pallade Veneta - Ukraine-Krieg lässt ZEW-Konjunkturerwartungen so stark sinken wie noch nie

Ukraine-Krieg lässt ZEW-Konjunkturerwartungen so stark sinken wie noch nie


Ukraine-Krieg lässt ZEW-Konjunkturerwartungen so stark sinken wie noch nie
Ukraine-Krieg lässt ZEW-Konjunkturerwartungen so stark sinken wie noch nie

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und Experten haben sich angesichts des Ukraine-Kriegs rapide verschlechtert: Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für den Monat März brach um 93,6 Punkte auf einen Wert von minus 39,3 Zählern ein und damit so stark wie noch nie zuvor seit Beginn der Umfrage im Dezember 1991. Zum Vergleich: Zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 war der Indikator um 58,2 Punkte gefallen.

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Der Ukraine-Krieg und die Sanktionen gegen Russland verschlechterten den wirtschaftlichen Ausblick für Deutschland "ganz erheblich", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach am Dienstag in Mannheim. Die einbrechenden Konjunkturerwartungen gingen einher "mit extrem steigenden Inflationserwartungen". Die Expertinnen und Experten gingen daher "von einer Stagflation in den kommenden Monaten aus". Als Stagflation wird eine Phase praktisch ohne Wachstum bei gleichzeitig hoher Inflation bezeichnet.

"Die Verschlechterung des Ausblicks betrifft praktisch alle Branchen der deutschen Wirtschaft, vor allem aber die energieintensiven Bereiche und den Finanzsektor", erklärte Wambach weiter. Auch die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechterte sich. Die befragten Experten gehen laut ZEW daher davon aus, dass eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung bereits im März spürbar sein wird. Die Erwartungen für die Inflationsrate in Deutschland seien gleichzeitig "sprunghaft" gestiegen.

Das ZEW fragt für den Index, der als wichtiger Indikator für die konjunkturelle Entwicklung gilt, monatlich Expertinnen und Experten aus Banken, Versicherungen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten wie Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkursen und dem Ölpreis. Für die Daten wurden vom 7. bis 14. März 162 Analysten und institutionelle Anleger befragt.

M.Romero--PV

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