Pallade Veneta - Djir-Sarai fordert Einstufung von Maghreb-Ländern als sichere Herkunftsstaaten

Djir-Sarai fordert Einstufung von Maghreb-Ländern als sichere Herkunftsstaaten


Djir-Sarai fordert Einstufung von Maghreb-Ländern als sichere Herkunftsstaaten
Djir-Sarai fordert Einstufung von Maghreb-Ländern als sichere Herkunftsstaaten / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Angesichts der hohen Zuzugszahlen von Migranten hat die FDP den Koalitionspartner Grüne aufgefordert, den Widerstand gegen Einstufung weiterer Staaten als sichere Herkunftsländer aufzugeben. In der Frage der Steuerung und Begrenzung von Migration bestehe "dringender Handlungsbedarf", sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai am Montag in Berlin. "Da können wir nicht einfach sagen, wir nehmen Rücksicht auf die Grünen."

Textgröße ändern:

Djir-Sarai forderte konkret, noch in dieser Legislaturperiode die Maghreb-Staaten Tunesien, Marokko und Algerien als sichere Herkunftsländer einzustufen. Auf kommunaler Ebene bestehe "ganz klar die Erwartungshaltung gegenüber Berlin, dass hier in den nächsten Wochen und Monaten einiges passiert bei der Begrenzung, Steuerung und Kontrolle der Migration", sagte der FDP-Politiker. "Ich gehe davon aus, dass alle Akteure in dieser Koalition die Realität zumindest anerkennen."

Eine Einstufung als sicheres Herkunftsland bedeutet, dass davon ausgegangen wird, dass in solchen Staaten generell keine staatliche Verfolgung zu befürchten ist. Für die deutschen Behörden ist es damit wesentlich einfacher, Asylanträge von Bürgerinnen und Bürgern aus solchen Ländern abzuweisen. Zuletzt hatte die Bundesregierung Georgien und Moldau als sichere Herkunftsländer eingestuft.

Die Koalitionspartner SPD und Grüne sehen eine Ausweitung dieser Einstufung auf andere Länder aber kritisch. Insbesondere die Grünen haben grundsätzliche Bedenken. "Wir Grüne halten das Konzept der sicheren Herkunftsländer bekanntermaßen für falsch", sagte die migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Filiz Polat, dem "Tagesspiegel" (Montag). Auch der SPD-Innenpolitiker Hakan Demir lehnte in der Zeitung "eine sorglose Erweiterung von sicheren Herkunftsstaaten" ab.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Vor US-Zwischenwahlen: Gefälschte Umfragen aufgeflogen

Kurz vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress am 3. November sorgen gefälschte Meinungsumfragen für Unruhe. Das selbst ernannte Umfrageinstitut Wedgewood Polls räumte ein, dass seine Zahlen größtenteils frei erfunden waren. Die "New York Times" und andere Medien entfernten die Erhebungen daraufhin von ihren Webseiten. US-Präsident Donald Trump reagierte mit Häme. "Die New York Times ist erwischt worden!", schrieb er am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Söder spricht sich auf CSU-Parteitag für Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus

Unter dem Jubel der CSU-Anhänger hat sich CSU-Chef Markus Söder für Ilse Aigner als neue Bundespräsidentin ausgesprochen. "Das wäre eine tolle Sache", sagte Söder am Freitag auf dem Parteitag der Christsozialen in München. Die Entscheidung werde woanders gefällt, fügte der bayerische Ministerpräsident an. Er würde sich aber "von Herzen" wünschen, dass Aigner nächste Bundespräsidentin werde.

Textgröße ändern: