Pallade Veneta - US-Reporter Gershkovich geht vor Moskauer Gericht gegen Untersuchungshaft vor

US-Reporter Gershkovich geht vor Moskauer Gericht gegen Untersuchungshaft vor


US-Reporter Gershkovich geht vor Moskauer Gericht gegen Untersuchungshaft vor
US-Reporter Gershkovich geht vor Moskauer Gericht gegen Untersuchungshaft vor / Foto: NATALIA KOLESNIKOVA - AFP

Der US-Journalist Evan Gershkovich ist vor dem Moskauer Stadtgericht erschienen, um Berufung gegen eine Verlängerung seiner Untersuchungshaft einzulegen. Aus dem typischen Glaskäfig der Angeklagten lächelte der Reporter des "Wall Street Journal" am Dienstag ihm bekannten Journalisten zu, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Auch die US-Botschafterin Lynne Tracy war in dem Saal anwesend.

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Gershkovich war Ende März während eines Reportage-Einsatzes im russischen Jekaterinburg festgenommen worden. Dem 31-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, Informationen über die russische Rüstungsindustrie gesammelt zu haben. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Der Reporter, seine Familie, sein Arbeitgeber und die US-Behörden weisen die Spionage-Anschuldigungen zurück. Ende August verlängerte das Gericht seine Untersuchungshaft um drei Monate bis zum 30. November.

Die russische Justiz hat keine Belege für ihre Anschuldigungen veröffentlicht. Das juristische Verfahren gegen Gershkovich wurde als geheim eingestuft. Seit seiner Festnahme befindet er sich im Moskauer Gefängnis Lefortowo. Die Haftanstalt ist dafür bekannt, dass die Häftlinge dort in fast vollständiger Isolation einsitzen.

Gershkovich ist der erste ausländische Journalist, der seit dem Ende der Sowjetunion 1991 in Russland wegen Spionageverdachts festgenommen wurde. In den vergangenen Jahren wurden mehrfach US-Bürger in Russland festgenommen und zu langen Haftstrafen verurteilt. Washington wirft Moskau vor, sie gegen in den USA inhaftierte Russen austauschen zu wollen.

Z.Ottaviano--PV

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