Pallade Veneta - Paris und Berlin bekräftigen Festhalten am gemeinsamen Panzer MGCS

Paris und Berlin bekräftigen Festhalten am gemeinsamen Panzer MGCS


Paris und Berlin bekräftigen Festhalten am gemeinsamen Panzer MGCS
Paris und Berlin bekräftigen Festhalten am gemeinsamen Panzer MGCS / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Frankreich und Deutschland wollen ungeachtet des Zögerns der Industrie die Entwicklung eines gemeinsamen Kampfpanzers vorantreiben. "Der MGCS (deutsch: Hauptbodenkampfsystem) ist ein Vorhaben der französischen und deutschen Regierung. Daher geben die beiden Regierungen den Takt an", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in einem gemeinsamen Interview mit seinem französischen Kollegen Sébastien Lecornu der Zeitung "Le Monde".

Textgröße ändern:

Beide Minister wollen am Donnerstag auf dem Militärflughafen in Evreux die von den Generalstäben beider Länder festgelegten "operativen Bedürfnisse" des Kampfpanzers politisch bestätigen, sagte Lecornu. Anschließend könne die jeweilige Zuständigkeit für einzelne Komponenten des Kampfpanzers verteilt werden.

"Wir sind entschlossen, das Projekt MGCS weiter zu verfolgen und damit das Fundament zu einem der modernsten Panzersysteme der Welt zu schaffen", sagte Pistorius. Kürzlich bekannt gewordene Pläne, gemeinsam mit Italien und Spanien einen neuen Kampfpanzer zu entwickeln, seien "keine Alternative zum MGSC", da es sich dabei um ein Vorhaben der Industrie handle, betonte er.

Beim MGCS seien es hingegen die Regierungen, die die verschiedenen Etappen festlegen. "Wir arbeiten weiter mit den Unternehmen, um die Bedingungen zu definieren, unter denen sie sich beteiligen", fügte er hinzu.

Im Hintergrund stehen Spannungen zwischen dem deutsch-französischen Unternehmen KNDS, das aus einer Fusion des bayerischen Unternehmens KWM und dem französischen Konzern Nexter hervorgegangen ist, sowie dem dritten beteiligten Rüstungsunternehmen Rheinmetall.

Der deutsch-französische Kampfpanzer soll 2035 den französischen Leclerc und den deutschen Leopard ablösen. Ähnlich wie beim Kampfflugzeug FCAS gibt es Rivalitäten der beteiligten Unternehmen. Dabei geht es um das geistige Eigentum an der zu entwickelnden Technologie und spätere Exportmöglichkeiten.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Weißes Haus: Melania Trump erreicht Waffenruhe in südukrainischer Stadt Oleschky

Nach US-Angaben hat First Lady Melania Trump eine befristete Waffenruhe in einer von Russland besetzten Stadt im Süden der Ukraine erreicht. Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump habe "erfolgreich eine Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine bewirkt, die auf die Stadt Oleschky begrenzt ist", teilte ihr Büro im Weißen Haus am Freitag mit. Die Waffenruhe soll ab dem 29. Oktober gelten.

Mehrjährige Haftstrafen in Prozess um Umsatzsteuerkarussell in Düsseldorf

Das Landgericht Düsseldorf hat zwei Männer wegen eines Umsatzsteuerkarussells mit Millionenschaden zu langen Haftstrafen verurteilt. Sie erhielten Strafen von fünf Jahren und acht Monaten sowie sieben Jahren und zwei Monaten, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Das Verfahren gegen einen dritten Angeklagten wurde abgetrennt und eingestellt.

Wadephul berät bei Treffen mit Außenministern in Istanbul über Kriege und Konflikte

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei einem Treffen mit sieben anderen Chefdiplomaten in Istanbul über Kriege und Konflikte in der Region beraten. An den Gesprächen in der türkischen Metropole nahmen am Freitag neben Wadephul die Außenminister von Großbritannien, Italien und Frankreich sowie der Regionalmächte Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten teil.

Prozess gegen mutmaßliche frühere IS-Angehörige in Frankfurt am Main begonnen

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am Freitag ein Prozess gegen eine frühere mutmaßliche Angehörige der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Die Anklage wirft der 40-Jährigen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Demnach soll sie in jungem Erwachsenenalter zum Islam konvertiert und dann im Jahr 2016 in das Bürgerkriegsland Syrien gereist sein, um sich dort dem IS anzuschließen.

Textgröße ändern: