Pallade Veneta - Freie Wähler wollen bei Wahl 2025 in Bundestag einziehen

Freie Wähler wollen bei Wahl 2025 in Bundestag einziehen


Freie Wähler wollen bei Wahl 2025 in Bundestag einziehen
Freie Wähler wollen bei Wahl 2025 in Bundestag einziehen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Freien Wähler wollen bei der Bundestagswahl 2025 den Einzug in das Parlament schaffen. "Vor fünf, sechs Jahren noch hätten wir nicht überall Direktkandidaten aufstellen können", sagte der Generalsekretär der Freien Wähler im Bund, Gregor Voht, am Freitag dem Magazin "Spiegel". Jetzt aber sei das problemlos möglich. Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung spiele den Freien Wählern in die Hände.

Textgröße ändern:

"Unsere Grundausrichtung ist klar in der Mitte", betonte Voht. "Wir werden aber nicht als Teil der etablierten Parteien wahrgenommen, die Zorn bei den Menschen verursachen."

Ähnlich sieht es Joachim Streit, der Fraktionschef der Freien Wähler im rheinland-pfälzischen Landtag. Jeder Sieg in den Bundesländern lasse das Ziel, in den Bundestag einzuziehen, wahrscheinlicher werden, sagte er dem Magazin. "Man ist dann wahrnehmbarer und wird auch anders wahrgenommen."

Wenn eine Partei in den Meinungsumfragen erst einmal einen eigenen Balken bekomme und im Aufwärtstrend sei, sagte Streit, dann trauten die Menschen ihr häufig noch mehr zu. Vor allem sinke die Angst, dass die eigene Wählerstimme verloren sein könnte. Dieses Momentum gelte es auszunutzen. "Wir sind ein politisches Start-up", ergänzte Streit, "und wir müssen jetzt antreten, antreten, antreten."

Der Landesvorsitzende der Freien Wähler in Hessen, Engin Eroglu, geht von einem Einzug seiner Partei in den hessischen Landtag bei der Wahl am 8. Oktober aus. In diesem Jahr würden die Freien Wähler erstmals in allen 55 hessischen Wahlkreisen mit Direktkandidaten antreten, betonte Eroglu. Das könne weitere Prozente für die Landespartei bringen. Der Erfolg bei der Landtagswahl sei aber nur ein Etappenziel. "Wir wollen nach Berlin", sagte der Landesvorsitzende.

Hubert Aiwanger, Parteichef und bayerischer Vize-Ministerpräsident, spricht schon seit Längerem von einem Einzug in den Bundestag 2025. Ziel sei die Mehrheit für eine "bürgerliche Koalition" aus Union, FDP und Freien Wählern. "Die Welle geht jetzt über Bayern hinaus", sagte Aiwanger, in dessen Bundesland gleichfalls am 8. Oktober gewählt wird. Dort sind die Freien Wähler in einer Koalition mit der CSU, die deren Vorsitzender Markus Söder auch fortsetzen will.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Kurz vor der Wahl: Netanjahu ordnet nach Angriff "Abriegelung" von Westjordanland an

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel hat Regierungschef Benjamin Netanjahu nach einem bewaffneten Angriff mit fünf Verletzten nahe Hebron eine "vollständige Abriegelung" des besetzten Westjordanlandes angeordnet. Netanjahu erklärte am Freitag, Israel habe einen "schweren Terroranschlag" verhindert, nachdem Soldaten zwei mutmaßliche palästinensische Angreifer getötet hatten. Die israelische Armee startete daraufhin Anti-Terror-Einsätze. Netanjahu strebt bei der Wahl am Dienstag eine weitere Amtszeit an, Sicherheit ist ein zentrales Wahlkampfthema. Seine rechtsextremen Minister forderten nach dem Vorfall ein härteres Vorgehen im Westjordanland.

Kanzler Merz reist ab Montag nach Asien: Singapur, Japan und Südkorea Stationen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist ab Montag zu Gesprächen über die Wirtschaft und Sicherheitspolitik nach Asien. Wie ein Regierungssprecher am Freitag mitteilte, wird er bis Ende der Woche Singapur, Japan und Südkorea besuchen. Merz wird dabei von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

Bericht: Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis auf mindestens 1600 gestiegen

Trotz einer Gesetzesverschärfung ist die Zahl von Extremisten mit einer Waffenerlaubnis nach einem Medienbericht im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Wie der Rundfunksender NDR am Freitag unter Berufung auf eine Abfrage bei allen Innenministerien der Länder berichtete, besaßen Ende 2025 mehr als 1600 Extremisten eine waffenrechtliche Erlaubnis. Für das Jahr 2024 hatte eine NDR-Abfrage mindestens 1500 Extremisten mit Waffenerlaubnis ergeben.

Netanjahu: Israel bereitet nach Angriff "vollständige Abriegelung" von Westjordanland vor

Nach einem Schusswaffenvorfall mit fünf Verletzten in der Nähe von Hebron bereitet Israel nach den Worten von Regierungschef Benjamin Netanjahu eine "vollständige Abriegelung" des besetzten Westjordanlandes vor. Netanjahu erklärte am Freitag, Israel habe einen "schweren Terroranschlag" verhindert, nachdem Soldaten zwei mutmaßliche palästinensische Angreifer getötet hatten. Der Vorfall ereignete sich in einer Phase zunehmender Spannungen im Westjordanland sowie wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel.

Textgröße ändern: