Pallade Veneta - Agrarminister Özdemir zu Gesprächen über Getreide-Exporte in Ukraine eingetroffen

Agrarminister Özdemir zu Gesprächen über Getreide-Exporte in Ukraine eingetroffen


Agrarminister Özdemir zu Gesprächen über Getreide-Exporte in Ukraine eingetroffen
Agrarminister Özdemir zu Gesprächen über Getreide-Exporte in Ukraine eingetroffen / Foto: François WALSCHAERTS - AFP

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) ist am Donnerstag zu einem Besuch in der Ukraine eingetroffen. Bei den Gesprächen soll es nach Angaben seines Ministeriums unter anderem um den Export ukrainischen Getreides gehen. Özdemir sagte nach seiner Ankunft, er werde mit seinem ukrainischen Kollegen Mykola Solskyj darüber sprechen, "wie es uns gelingt, dass ukrainisches Getreide dort landet, wo es dringend benötigt wird: im globalen Süden".

Textgröße ändern:

Deutschland wolle der Ukraine weiter dabei helfen, ihr Getreide zu exportieren und so Einnahmen zu generieren, sagte Özdemir weiter. Insbesondere wolle Berlin die "Solidarity Lanes" weiter ausbauen, also Lieferkorridore auf dem Landweg und auf Flüssen für ukrainisches Getreide, um Ausfuhren über das Schwarze Meer zu ersetzen.

Russland hatte sich im Juli aus dem Getreideabkommen mit der Ukraine zurückgezogen, das dem Land trotz des russischen Angriffskrieges den Transport von Getreide über das Schwarze Meer ermöglicht hatte. Wie die britische Regierung am Donnerstag mittilte, wurden seitdem durch russische Angriffe 130 ukrainische Hafeneinrichtungen beschädigt und fast 300.000 Tonnen Getreide vernichtet - eine Menge, die ausgereicht hätte, um eine Million Menschen ein Jahr lang zu ernähren.

Özdemir sagte nach seiner Ankunft in der Ukraine weiter, er habe bereits auf dem Weg ins Land sehen können, "wie der russische Aggressor alles unternimmt, um das Land zu destabilisieren und den Export ukrainischer Agrarprodukte zu erschweren".

Er besuche das Land auch deshalb, um der Ukraine "gerade angesichts der aktuellen Debatten" zu versichern, dass Deutschland "ohne jedes Wenn und Aber" an ihrer Seite stehe - und zwar "so lange, wie es notwendig ist, dass die Ukraine ihre territoriale Integrität wiederherstellen kann".

Die westlichen Verbündeten der Ukraine machen sich derzeit Sorgen um ein mögliches Bröckeln der Unterstützung für das Land im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg. In Washington sorgt der Streit um die Ukraine-Hilfen für handfeste innenpolitische Auseinandersetzungen. Weil sie die Ukraine-Hilfen ablehnen, stürzten Vertreter des Rechtsaußen-Flügels der US-Republikaner den Repräsentantenhaus-Vorsitzenden Kevin McCarthy.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Kurz vor der Wahl: Netanjahu ordnet nach Angriff "Abriegelung" von Westjordanland an

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel hat Regierungschef Benjamin Netanjahu nach einem bewaffneten Angriff mit fünf Verletzten nahe Hebron eine "vollständige Abriegelung" des besetzten Westjordanlandes angeordnet. Netanjahu erklärte am Freitag, Israel habe einen "schweren Terroranschlag" verhindert, nachdem Soldaten zwei mutmaßliche palästinensische Angreifer getötet hatten. Die israelische Armee startete daraufhin Anti-Terror-Einsätze. Netanjahu strebt bei der Wahl am Dienstag eine weitere Amtszeit an, Sicherheit ist ein zentrales Wahlkampfthema. Seine rechtsextremen Minister forderten nach dem Vorfall ein härteres Vorgehen im Westjordanland.

Kanzler Merz reist ab Montag nach Asien: Singapur, Japan und Südkorea Stationen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist ab Montag zu Gesprächen über die Wirtschaft und Sicherheitspolitik nach Asien. Wie ein Regierungssprecher am Freitag mitteilte, wird er bis Ende der Woche Singapur, Japan und Südkorea besuchen. Merz wird dabei von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

Bericht: Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis auf mindestens 1600 gestiegen

Trotz einer Gesetzesverschärfung ist die Zahl von Extremisten mit einer Waffenerlaubnis nach einem Medienbericht im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Wie der Rundfunksender NDR am Freitag unter Berufung auf eine Abfrage bei allen Innenministerien der Länder berichtete, besaßen Ende 2025 mehr als 1600 Extremisten eine waffenrechtliche Erlaubnis. Für das Jahr 2024 hatte eine NDR-Abfrage mindestens 1500 Extremisten mit Waffenerlaubnis ergeben.

Netanjahu: Israel bereitet nach Angriff "vollständige Abriegelung" von Westjordanland vor

Nach einem Schusswaffenvorfall mit fünf Verletzten in der Nähe von Hebron bereitet Israel nach den Worten von Regierungschef Benjamin Netanjahu eine "vollständige Abriegelung" des besetzten Westjordanlandes vor. Netanjahu erklärte am Freitag, Israel habe einen "schweren Terroranschlag" verhindert, nachdem Soldaten zwei mutmaßliche palästinensische Angreifer getötet hatten. Der Vorfall ereignete sich in einer Phase zunehmender Spannungen im Westjordanland sowie wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel.

Textgröße ändern: