Pallade Veneta - Justiz ermittelt wegen Zeugenbestechung gegen Frankreichs Ex-Präsidenten Sarkozy

Justiz ermittelt wegen Zeugenbestechung gegen Frankreichs Ex-Präsidenten Sarkozy


Justiz ermittelt wegen Zeugenbestechung gegen Frankreichs Ex-Präsidenten Sarkozy
Justiz ermittelt wegen Zeugenbestechung gegen Frankreichs Ex-Präsidenten Sarkozy / Foto: Ludovic MARIN - AFP/Archiv

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy ist wegen einer weiteren Affäre im Zusammenhang mit illegaler Wahlkampffinanzierung im Visier der französischen Justiz. Wegen des Verdachts auf Bestechung eines Zeugen wurde ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eröffnet, wie AFP am Freitag aus Justizkreisen erfuhr. Sarkozy weist die Vorwürfe zurück.

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Der ehemalige Staatschef war zuvor dreieinhalb Tage lang verhört worden. Im Hintergrund steht der Vorwurf, Sarkozy habe bei seinem Wahlkampf 2007 finanzielle Unterstützung aus Libyen angenommen.

Der französisch-libanesische Geschäftsmann Ziad Takieddine hatte zunächst ausgesagt, 2006 und 2007 insgesamt fünf Millionen Euro von dem ehemaligen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi an Sarkozy übergeben zu haben. Später zog er seine Aussage zurück.

"Die Vorstellung, dass ich direkt oder indirekt eine Bezahlung dieser Stümper veranlasst haben soll, ist verrückt", hatte Sarkozy mit Blick auf den Bestechungsvorwurf während des Verhörs gesagt. Hinweise in seinem Kalender auf Treffen oder Gespräche mit Verdächtigen in dieser Zeit seien "reiner Zufall".

Die zahlreichen Justizaffären des konservativen Politikers beschäftigen Frankreich seit Jahren. Der Ex-Präsident wurde bereits in zwei anderen Affären zu Haftstrafen verurteilt. Damit ist er der erste ehemalige Präsident Frankreichs, der wegen Vergehen während und nach seiner Amtszeit zu Haftstrafen verurteilt wurde. Gegen beide Urteile legte er Berufung ein. Zwei weitere Gerichtsverfahren stehen im November und Anfang 2025 an.

J.Lubrano--PV

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