Pallade Veneta - Israels Verteidigungsminister ordnet vollständige Belagerung des Gazastreifens an

Israels Verteidigungsminister ordnet vollständige Belagerung des Gazastreifens an


Israels Verteidigungsminister ordnet vollständige Belagerung des Gazastreifens an
Israels Verteidigungsminister ordnet vollständige Belagerung des Gazastreifens an / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Nach dem Großangriff der Hamas hat Israels Verteidigungsminister Joav Gallant die vollständige Belagerung des Gazastreifens angeordnet. "Wir stellen den Gazastreifen vollständig unter Belagerung", sagte Gallant am Montag in einer Video-Botschaft. "Kein Strom, keine Lebensmittel, kein Wasser, kein Wasser - alles wird geschlossen", fügte der Minister hinzu.

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Die im Gazastreifen herrschende Hamas hatte am Samstagmorgen einen massiven Angriff auf Israel gestartet. Aus dem Palästinensergebiet wurden tausende Raketen auf Israel abgefeuert. Außerdem drangen nach Schätzung der israelischen Armee etwa tausend Hamas-Kämpfer nach Israel ein und töteten und verschleppten dort Zivilisten und Soldaten. Nach vorläufigen Angaben wurden auf israelischer Seite mehr als 700 Menschen getötet und mehr als 2100 weitere verletzt.

Israel erklärte als Konsequenz den Kriegszustand und beschoss hunderte Ziele im Gazastreifen aus der Luft und mit Artillerie. Die örtlichen Behörden meldeten aus dem Palästinensergebiet bislang 413 Tote und 2300 Verletzte.

Israel hatte bereits am Samstag die Lieferung von Strom in den Gazastreifen gestoppt. Auch die Einfuhr von Treibstoff und anderen Gütern wurde eingestellt.

Die Versorgungslage für die 2,3 Millionen Einwohner des dicht besiedelten Gazastreifens war schon vorher schlecht. Seit der Machtübernahme der Hamas im Jahr 2007 hat Israel das Gebiet mit einer Blockade belegt.

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen äußerte sich am Sonntag "zutiefst besorgt" über die humanitären Folgen der Kämpfe zwischen der Hamas und Israel. Das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (Ocha) meldete am Montag, dass mehr als 123.000 Menschen im Gazastreifen durch die jüngste Gewalt vertrieben worden seien.

Die Hilfsorganisation Care appellierte am Montag an die Konfliktparteien, sie müssten Angriffe auf Zivilisten und zivile Ziele "umgehend einstellen und den Zugang der Bedürftigen zu humanitärer Hilfe sicherstellen".

C.Conti--PV

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