Pallade Veneta - Pariser Polizei gibt acht Schüsse auf verschleierte Frau nach bedrohlichem Verhalten ab

Pariser Polizei gibt acht Schüsse auf verschleierte Frau nach bedrohlichem Verhalten ab


Pariser Polizei gibt acht Schüsse auf verschleierte Frau nach bedrohlichem Verhalten ab
Pariser Polizei gibt acht Schüsse auf verschleierte Frau nach bedrohlichem Verhalten ab / Foto: Geoffroy Van der Hasselt - AFP

Wegen ihres bedrohlichen Verhaltens und angeblicher "Allahu Akbar"-Rufe hat die Polizei in einem U-Bahnhof in Paris acht Schüsse auf eine offenbar vollverschleierte Frau abgefeuert. Die Frau sei lebensgefährlich verletzt, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Regierungssprecher Olivier Véran zufolge hatten mehrere Zeugen am Morgen wegen der Frau telefonisch Alarm geschlagen. Sie hatte nach Polizeiangaben in einem Vorortzug auf dem Weg in die französische Hauptstadt mehrfach "Allahu Akbar" gerufen und Menschen mit dem Tod bedroht.

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In der Pariser Station Bibliothèque François Mitterrand sei die Frau schließlich von der Polizei gestellt worden, sagte der Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP. Die Haltestelle wurde demnach geräumt. Nach Angaben des Pariser Polizeichefs Laurent Nuñez widersetzte sie sich anschließend der Aufforderung von Polizisten, sich auf den Boden zu setzen und ihre Hände zu zeigen.

Als sie sich weiter auf die Beamten zubewegte, hätten zwei Polizisten acht Schüsse auf die Frau abgefeuert und sie dabei lebensgefährlich im Bauchbereich verletzt. An ihrem Körper seien kein Sprengstoff oder andere Waffen gefunden worden, hieß es aus Polizeikreisen.

Gegen die Frau wurden der Staatsanwaltschaft zufolge Ermittlungen unter anderem wegen "Todesdrohungen und Einschüchterung" eingeleitet. Die für interne Ermittlungen zuständige Aufsichtsbehörde der Polizei (IGPN) nahm ihrerseits Untersuchungen zum Schusswaffengebrauch der Polizisten auf.

Nach Angaben des Pariser Polizeichefs Nuñez ist die Frau französische Staatsbürgerin und stand auf keiner Gefährderliste. Bereits Im Juli 2021 habe sie jedoch zwei Soldaten auf Patrouille mit einem Schraubenzieher bedroht und "Bemerkungen mit religiösem Inhalt" gemacht. Daraufhin sei sie vorläufig festgenommen und in psychiatrische Behandlung eingewiesen worden.

In Frankreich gilt seit einem islamistisch motivierten Anschlag auf einen Lehrer in Arras Mitte Oktober die höchste von drei Terrorwarnstufen, die Sicherheitsvorkehrungen wurden massiv ausgeweitet. Der Krieg zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas verstärkt die Angst vor Anschlägen.

L.Bufalini--PV

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