Pallade Veneta - Islamische Gemeinschaft beklagt "sprunghaften Anstieg" von Anfeindungen

Islamische Gemeinschaft beklagt "sprunghaften Anstieg" von Anfeindungen


Islamische Gemeinschaft beklagt "sprunghaften Anstieg" von Anfeindungen
Islamische Gemeinschaft beklagt "sprunghaften Anstieg" von Anfeindungen / Foto: Arne Dedert - POOL/AFP/Archiv

Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs hat eine wachsende Zahl von Anfeindungen in Deutschland beklagt. "Seit dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten verzeichnet die Islamische Gemeinschaft einen sprunghaften Anstieg islamfeindlich motivierter Straftaten in Deutschland", erklärte Milli-Görüs-Generalsekretär Ali Mete am Donnerstag in Berlin. Er forderte eine "lückenlose Aufklärung dieser Übergriffe".

Textgröße ändern:

Seit dem 7.Oktober habe seine Gemeinschaft "zahlreiche Übergriffe auf Musliminnen und Muslime sowie ihre Einrichtungen" registriert - unter anderem seien sechs Moscheen betroffen gewesen. Die Dunkelziffer islamfeindlich motivierter Straftaten dürfte "um ein Vielfaches höher liegen", erklärte Mete.

"Aus bisherigen Erfahrungen wissen wir, dass nur die wenigsten Betroffenen solche Delikte zur Anzeige bringen", fügte er hinzu. Hauptgrund dafür sei die mangelnde Hoffnung auf Aufklärung. Die Aufklärungsquote von islamfeindlich motivierten Straftaten sei tatsächlich "auf einem erschreckend niedrigen Niveau".

Die Islamische Gemeinschaft erneuerte daher ihren Appell an die Sicherheitsbehörden, Straftaten gegenüber Musliminnen und Muslimen sowie ihren Einrichtungen "mit der nötigen Energie aufzuklären".

Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) gilt als einflussreiche islamische Organisation in Deutschland. Ihr Generalsekretär Mete hatte den blutigen Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober bereits als "terroristischen Anschlag" verurteilt.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

London und Kiew schließen Abkommen zur militärischen Nutzung von KI

Die Ukraine und Großbritannien haben ein Abkommen zur Zusammenarbeit bei der militärischen Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) geschlossen. Diese Partnerschaft verbinde die "unübertroffene Erfahrung im Einsatz" der Ukraine mit dem britischen "KI-Ökosystem von Weltklasse", teilte der britische Premier Andy Burnham am Montag mit. Er hatte das Abkommen zuvor gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij am Rande eines Treffens der sogenannten Koalition der Willigen in Kiew unterzeichnet. Die Ukraine überlässt Großbritannien dazu Millionen Aufnahmen vom Schlachtfeld.

Kolumbiens neuer Präsident kündigt Ausweisung illegaler Migranten an

Kolumbiens neuer Präsident Abelardo de la Espriella hat in seinem Vorgehen gegen illegale Migration die Behörden angewiesen, straffällig gewordene Ausländer ohne gültige Papiere festzusetzen, um sie deportieren zu können. In einem am Montag bekannt gewordenen Video ist zu hören, wie der rechte Hardliner am Sonntag während einer Sitzung seines Sicherheitskabinetts den Beginn von Deportationsverfahren im Rahmen einer Präsidialverordnung schon für "diese Woche" ankündigt.

Ukraine und Iran: Wadephul telefoniert mit Rubio

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und US-Außenminister Marco Rubio haben telefonisch über die Ukraine und den Iran beraten. Beide Politiker hätten die "Bedeutung eines dauerhaften und belastbaren Friedens zwischen Russland und der Ukraine" betont, teilte das US-Außenministerium am Montag in Washington mit. Das Gespräch fand am 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine von der Sowjetunion statt.

"Wirtschaftskrieg": USA wollen Sanktionen gegen Irans Handelspartner verschärfen

Die USA wollen die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und seine Handelspartner verschärfen. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Montag in Washington, die Regierung von Präsident Donald Trump werde neue Strafmaßnahmen gegen alle Länder verhängen, die weiterhin mit Teheran Geschäfte machten. Zu den größten Handelspartnern des Iran gehören China, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei. Namentlich nannte Bessent diese Länder jedoch nicht.

Textgröße ändern: