Pallade Veneta - Admiralin Lisa Franchetti als erste Frau an Spitze von US-Marine bestätigt

Admiralin Lisa Franchetti als erste Frau an Spitze von US-Marine bestätigt


Admiralin Lisa Franchetti als erste Frau an Spitze von US-Marine bestätigt
Admiralin Lisa Franchetti als erste Frau an Spitze von US-Marine bestätigt / Foto: Eric R. Dietrich - HANDOUT/AFP/Archiv

Der US-Senat hat die Admiralin Lisa Franchetti als erste Frau an der Spitze der Marine und damit zugleich als erste Frau im US-Generalstab bestätigt. Die Kongresskammer votierte am Donnerstag nach monatelanger Blockade durch einen republikanischen Senatoren mit einer Mehrheit von 95 Stimmen bei einer Gegenstimme für die 59-Jährige.

Textgröße ändern:

Die von US-Präsident Joe Biden für den Posten nominierte Offizierin hatte das Spitzenamt seit Mitte August bereits kommissarisch ausgeübt. Seit September 2022 war sie stellvertretende Chefin der Navy, wie die Marine in den USA heißt.

Neben Franchetti wurde am Donnerstag auch der neue Chef der US-Luftwaffe, General David Allvin, vom Senat im Amt bestätigt. Er folgt auf Luftwaffengeneral Charles Q. Brown, der Ende September als Nachfolger von Mark Milley die Spitze des Generalstabs der US-Streitkräfte übernommen hatte.

Im Senat blockiert schon seit Monaten der republikanische Senator Tommy Tuberville die Nominierung von zahlreichen Spitzenmilitärs. Der konservative Politiker will damit erreichen, dass das Verteidigungsministerium Unterstützungen für Frauen streicht, die eine Abtreibung vornehmen lassen wollen. Mit seinem Vorgehen hat Tuberville auch zahlreiche Parteikollegen gegen sich aufgebracht.

Der Senat bestätigt Militärs in der Regel durch einstimmige Zustimmung. Einzelne Senatoren können dies aber verhindern, was zeitraubende Einzelabstimmungen nötig macht.

Verteidigungsminister Lloyd Austin begrüßte am Donnerstag die Bestätigung von Franchetti und Allvin. Er beklagte zugleich, dass die Bestätigung von "mehr als 370 hervorragend qualifizierten Anführern" nach wie vor "unnötigerweise" blockiert sei: "Während wir es mit einer Vielzahl von dringenden Herausforderungen zu tun haben, muss die mächtigste Armee der Geschichte bei voller Stärke sein."

T.Galgano--PV

Empfohlen

London und Kiew schließen Abkommen zur militärischen Nutzung von KI

Die Ukraine und Großbritannien haben ein Abkommen zur Zusammenarbeit bei der militärischen Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) geschlossen. Diese Partnerschaft verbinde die "unübertroffene Erfahrung im Einsatz" der Ukraine mit dem britischen "KI-Ökosystem von Weltklasse", teilte der britische Premier Andy Burnham am Montag mit. Er hatte das Abkommen zuvor gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij am Rande eines Treffens der sogenannten Koalition der Willigen in Kiew unterzeichnet. Die Ukraine überlässt Großbritannien dazu Millionen Aufnahmen vom Schlachtfeld.

Kolumbiens neuer Präsident kündigt Ausweisung illegaler Migranten an

Kolumbiens neuer Präsident Abelardo de la Espriella hat in seinem Vorgehen gegen illegale Migration die Behörden angewiesen, straffällig gewordene Ausländer ohne gültige Papiere festzusetzen, um sie deportieren zu können. In einem am Montag bekannt gewordenen Video ist zu hören, wie der rechte Hardliner am Sonntag während einer Sitzung seines Sicherheitskabinetts den Beginn von Deportationsverfahren im Rahmen einer Präsidialverordnung schon für "diese Woche" ankündigt.

Ukraine und Iran: Wadephul telefoniert mit Rubio

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und US-Außenminister Marco Rubio haben telefonisch über die Ukraine und den Iran beraten. Beide Politiker hätten die "Bedeutung eines dauerhaften und belastbaren Friedens zwischen Russland und der Ukraine" betont, teilte das US-Außenministerium am Montag in Washington mit. Das Gespräch fand am 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine von der Sowjetunion statt.

"Wirtschaftskrieg": USA wollen Sanktionen gegen Irans Handelspartner verschärfen

Die USA wollen die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und seine Handelspartner verschärfen. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Montag in Washington, die Regierung von Präsident Donald Trump werde neue Strafmaßnahmen gegen alle Länder verhängen, die weiterhin mit Teheran Geschäfte machten. Zu den größten Handelspartnern des Iran gehören China, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei. Namentlich nannte Bessent diese Länder jedoch nicht.

Textgröße ändern: