Pallade Veneta - Quellen aus Hamas-Umfeld: Erste israelische Geiseln an Rotes Kreuz übergeben

Quellen aus Hamas-Umfeld: Erste israelische Geiseln an Rotes Kreuz übergeben


Quellen aus Hamas-Umfeld: Erste israelische Geiseln an Rotes Kreuz übergeben
Quellen aus Hamas-Umfeld: Erste israelische Geiseln an Rotes Kreuz übergeben / Foto: FADEL SENNA - AFP

Die radikalislamische Hamas hat nach Angaben aus ihrem Umfeld die ersten israelischen Geiseln freigelassen. Die Israelis seien dem Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben worden, teilten am Freitag zwei Quellen aus dem Umfeld der Hamas mit. Das IKRK werde die Israelis an ägyptische Mittelmänner übergeben, die die Freigelassenen wiederum zu den Israelis brächten.

Textgröße ändern:

Im Rahmen einer viertägigen Feuerpause im Gazastreifen sollen insgesamt 50 der etwa 240 israelischen Geiseln freigelassen werden. Katar, das die Vereinbarung vermittelt hat, hatte am Donnerstag davon gesprochen, dass am Freitag zunächst 13 Frauen und Kinder aus der Gewalt der Hamas freikämen. Im Gegenzug für die 50 israelischen Geiseln sollen insgesamt 150 palästinensische Gefangene aus israelischen Gefängnissen freikommen.

Die Übergabe der israelischen Geiseln war intensiv vorbereitet worden. Sie werden von israelischen Traumaexperten und Medizinern erwartet, außerdem von speziell ausgebildeten Soldaten, die für ihre Sicherheit sorgen sollen.

Israel und die Hamas hatten nach langwierigen Verhandlungen eine Vereinbarung getroffen, die die am Freitagmorgen in Kraft getretene viertägige Feuerpause vorsieht ebenso wie die Freilassung der 50 israelischen Geiseln und der 150 palästinensischen Gefangenen.

Der thailändische Regierungschef Srettha Thavisin gab derweil zugleich die Freilassung von zwölf thailändischen von der Hamas verschleppten Geiseln bekannt. "Es wurde von der Sicherheitsbehörde und dem Außenministerium bestätigt, dass zwölf thailändische Geiseln bereits freigelassen wurden", schrieb Srettha Thavisin am Freitag im Onlinedienst X, vormals Twitter.

Am 7. Oktober waren hunderte Kämpfer der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas nach Israel eingedrungen und hatten dort Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Nach Angaben der israelischen Regierung wurden etwa 1200 Menschen getötet, rund 240 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Als Reaktion darauf begann Israel damit, Ziele im Gazastreifen aus der Luft und vom Boden aus massiv anzugreifen. Nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seitdem mehr als 14.800 Menschen im Gazastreifen getötet.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Debatte um Unterstützung durch BSW: AfD-Bundeschef Chrupalla zurückhaltend

AfD-Bundeschef Tino Chrupalla hat zurückhaltend auf Debatten über eine mögliche Unterstützung durch das BSW nach den Landtagswahlen in Ostdeutschland reagiert. "Das BSW muss sich erstmal selbst orientieren", sagte Chrupalla am Sonntag im ARD-"Sommerinterview". BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sage das eine, die Parteivorsitzende Amira Mohamed Ali einen Tag später etwas anderes. Auch die Positionen in den Landesverbänden des BSW in der Frage seien bisher unterschiedlich.

Selenskyj warnt vor Spaltung der Ukraine durch Wahlen im Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Wahlen während des Krieges mit Russland als Gefahr für sein Land zurückgewiesen und einen entsprechenden Vorstoß seines früheren Verteidigungsministers Mychailo Fedorow scharf zurückgewiesen. Eine Abstimmung sei ein "Tsunami für das Land, der die Ukraine spalten wird", sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten. Fedorows Team bestätigte unterdessen eine bevorstehende USA-Reise des Ex-Ministers.

Ukraine nimmt nach Wildberries auch russischen Onlinehändler Ozon ins Visier

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben ihre Drohnenangriffe auf russische Logistikzentren ausgeweitet und nimmt nun auch den zweitgrößten russischen Onlinehändler Ozon ins Visier. Am Sonntag wurde nach Angaben des Unternehmens den zweiten Tag in Folge ein Ozon-Lager getroffen.

AfD-Chefin Weidel will aus Euro aussteigen und Deutschlands Grenzen "zumachen"

AfD-Chefin Alice Weidel will im Fall einer Mehrheit auf Bundesebene den Euro abschaffen und die Grenzen Deutschlands "zumachen". Der Euro sei eine "instabile Währung", eine "Weichwährung" sagte Weidel am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. Mit Verweis auf die innere Sicherheit sagte die Parteichefin, die AfD werde die Grenzen "zumachen" und aus Schengen aussteigen. Alle Syrer würden "zurückgeführt in ihre Heimat".

Textgröße ändern: