Pallade Veneta - Wissing fordert von Ländern Vorbereitungen auf hohe Flüchtlingszahlen

Wissing fordert von Ländern Vorbereitungen auf hohe Flüchtlingszahlen


Wissing fordert von Ländern Vorbereitungen auf hohe Flüchtlingszahlen
Wissing fordert von Ländern Vorbereitungen auf hohe Flüchtlingszahlen

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat von den Ländern Vorbereitungen auf einen möglicherweise sprunghaften Anstieg der Flüchtlingszahlen wegen des Ukraine-Kriegs gefordert. Um die Menschen dann schnell per Bus und Bahn zu verteilen, müssten von den Ländern ausreichend Aufnahmeplätze gemeldet werden, sagte Wissing am Dienstag in Berlin. Er verwies darauf, dass die Aufnahmemöglichkeiten Polens inzwischen "erschöpft" seien und mit deutlich mehr Geflüchteten in Deutschland zu rechnen sei.

Textgröße ändern:

Genaue Zahlen ließen sich nicht vorhersagen, sagte Wissing bei einem Besuch im Lagezentrum für Kriegsflüchtlinge des Bundesamts für Güterverkehr (BAG). "Ich kann nach oben keine Grenze ziehen, weil das Geschehen in der Ukraine nicht berechenbar ist." Die Lage könne sich "von Tag zu Tag ändern". Dann müsse aber schnell reagiert werden können.

Laut Angaben des Bundesinnenministeriums von Dienstagmorgen wurden bisher 278.008 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland registriert. Dies waren knapp 5700 mehr als am Montag. Die tatsächliche Zahl dürfte aber höher sein, da sich die Menschen nicht registrieren lassen müssen und keine Grenzkontrollen zu Ukraine-Nachbarländern wie Polen stattfinden.

Wissing erinnerte daran, dass zu Beginn des Kriegs zeitweise 120.000 Menschen pro Tag über die ukrainisch-polnische Grenze gekommen seien. In Polen seien die großen Städte inzwischen "extrem belastet", sagte er. "Wenn eine nächste Welle kommt, dann wird Polen nicht mehr in diesem Maße aufnehmen können." Dann würden viele Geflüchtete nach Deutschland kommen.

Für eine Verteilung müsse dann klar sein, wo Menschen aufgenommen werden könnten, sagte Wissing und verwies auf Probleme zu Beginn des Ukraine-Krieges: "Wenn uns für ganz Deutschland nur 100 Aufnahmeplätze gemeldet werden, dann können wir nicht einen Zug mit 500, 600, 700 Leuten an einen Ort fahren lassen." Die Bundesländer müssten deshalb darauf vorbereitet sein, "hohe Aufnahmekapazitäten" zu melden, um die Verteilung zu ermöglichen.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Nach Burnham-Abschied: Bev Craig ist neue Bürgermeisterin von Manchester

Nach dem Abschied von Andy Burnham ist Bev Craig zur neuen Bürgermeisterin des Großraums Manchester in Nordwestengland gewählt worden. Wie ihr Vorgänger, der neue britische Premierminister, gehört Craig der Labour-Partei an. Die Vorsitzende des Stadtrats der Stadt Manchester setzte sich gegen die Kandidatin der rechtspopulistischen Reform UK, Sian Astley, deutlich durch.

Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens elf Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen ausgerüsteter Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten.

Pro Asyl fordert dauerhaftes Bleiberecht für jesidische Geflüchtete

Anlässlich des zwölften Jahrestages des Völkermords an Jesidinnen und Jesiden im Nordirak hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl ein dauerhaftes Bleiberecht für jesidische Geflüchtete in Deutschland verlangt. Bis dies auf Bundesebene verankert sei, müsse zumindest ein genereller Abschiebestopp gelten, verlangte die Organisation am Samstag in Berlin. Gedenkreden allein reichten als Schutz für die Opfer des Genozids nicht aus.

Trump droht Iran mit neuen heftigen Angriffen - Teheran warnt US-Verbündete

Im Iran-Krieg stehen die Zeichen auf eine nochmalige Eskalation: US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit neuen heftigen Angriffen gedroht. "Wir werden ihn ganz hart angehen", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Camp David über den Iran. Das iranische Militär warnte am Samstag die Verbündeten Washingtons vor den "Flammen des Krieges". US-Vertretungen in mehreren Hauptstädten riefen US-Bürger auf, eine Ausreise aus der Region zu erwägen.

Textgröße ändern: