Pallade Veneta - Kriegsparteien im Jemen einigen sich auf zweimonatige Waffenruhe

Kriegsparteien im Jemen einigen sich auf zweimonatige Waffenruhe


Kriegsparteien im Jemen einigen sich auf zweimonatige Waffenruhe
Kriegsparteien im Jemen einigen sich auf zweimonatige Waffenruhe

Die Kriegsparteien im Jemen haben sich nach Angaben der Vereinten Nationen auf eine zweimonatige Waffenruhe verständigt. Diese beginne am Samstagabend um 19.00 Uhr Ortszeit, teilte der UN-Sondergesandte Hans Grundberg am Freitagabend mit. Bei Zustimmung aller Parteien könne sie auch verlängert werden. Der Beginn der Waffenruhe fällt mit dem Auftakt des islamischen Fastenmonats Ramadan zusammen.

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Beide Seiten einigten sich zudem darauf, dass Treibstoffschiffe in die Häfen der Provinz Hodeida einlaufen und bestimmte kommerzielle Flüge am Flughafen von Sanaa starten und landen dürfen. Derzeit sind nur UN-Flüge am Flughafen der von den Huthi-Rebellen kontrollierten Hauptstadt zugelassen.

"Das Ziel dieser Waffenruhe ist es, den Jemeniten eine notwendige Pause von der Gewalt zu verschaffen, die humanitäre Not zu lindern und vor allem zu hoffen, dass ein Ende des Konflikts möglich ist", sagte Grundberg. Er werde in den kommenden zwei Monaten weiter mit den Parteien in Kontakt bleiben, um möglicherweise einen dauerhaften Waffenstillstand zu erreichen.

UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte die Einigung. Er rief die Kriegsparteien auf, den "Impuls" zur Einleitung eines "echten politischen Prozesses" zu nutzen.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. In dem Konflikt wurden nach UN-Angaben bereits rund 380.000 Menschen getötet, Millionen weitere mussten flüchten.

Am Mittwoch hatten in Saudi-Arabien einwöchige innerjemenitische Friedensgespräche begonnen. Die Huthi-Rebellen wollten allerdings nicht an dem Treffen in der saudiarabischen Hauptstadt Riad - in ihren Augen Feindgebiet - teilnehmen. Beobachter schätzten die Erfolgsaussichten daher als gering ein.

In Riad versammelten sich Vertreter der international anerkannten jemenitischen Regierung, der USA und der UNO unter der Schirmherrschaft des Golfkooperationsrates, dem sechs Länder auf der Arabischen Halbinsel angehören.

Die Militärkoalition unter saudiarabischer Führung hatte anlässlich der Friedensgespräche bereits ein Niederlegen der Waffen während des Ramadan verkündet. Bislang hat die Waffenruhe - die erste seit April 2020 - gehalten.

Vergangene Woche hatten die Huthi-Rebellen überraschend eine dreitägige Waffenruhe und einen Gefangenenaustausch angeboten. Sie boten zudem einen "dauerhaften" Waffenstillstand an. Saudi-Arabien müsse dafür "die Belagerung beenden und seine Angriffe auf den Jemen ein für alle Mal einstellen", sagte Rebellenführer Mahdi al-Maschat.

C.Conti--PV

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