Pallade Veneta - Baerbock kündigt weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an

Baerbock kündigt weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an


Baerbock kündigt weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an
Baerbock kündigt weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat angesichts der mutmaßlichen russischen Gräueltaten im ukrainischen Butscha weitere Waffenlieferungen an die Ukraine angekündigt. Die Bundesregierung prüfe dabei auch eine Lieferung von Waffensystemen, "die wir bisher nicht geliefert haben", sagte Baerbock am Montag in Berlin. Russland warf sie "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" vor. Deutschland werde die finanzielle Unterstützung für den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) erhöhen.

Textgröße ändern:

"Wir werden unsere Unterstützung für die Verteidigung der Ukraine noch einmal verstärken", betonte Baerbock bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem singapurischen Kollegen Vivian Balakrishnan im Auswärtigen Amt. "Butscha und Mariupol zeigen, dass es um Leben und Tod von Millionen von Menschen in der Ukraine geht." Geprüft werde neben der Lieferung bisher nicht bereitgestellter Waffensysteme auch, "ob technische Probleme, die bei der Lieferung und Nutzung" deutscher Waffen aufgetreten seien, "nicht doch lösbar sind".

Die Regierung in Kiew hatte zuletzt ihre Forderung nach der Lieferung von Offensivwaffen erneuert. Deutschland liefert der Ukraine bislang nur sogenannte Defensivwaffen.

Baerbock kündigte eine "deutliche" Verschärfung der EU-Sanktionen gegen Russland an. Genauso wichtig sei es aber sicherzustellen, dass die russischen "Kriegsverbrechen nicht ungesühnt bleiben". Um die internationalen Ermittlungen zu den mutmaßlichen russischen Gräueltaten zu unterstützen, werde Deutschland den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) sowie die unabhängige Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats jeweils zusätzlich mit einer Million Euro unterstützen.

Erschüttert über die Bilder aus Butscha äußerte sich in der Pressekonferenz auch Balakrishnan. "Mit Worten kann man gar nicht ausdrücken, welcher Horror da stattgefunden hat, welcher Schmerz, welches Leid diese unschuldigen Menschen erleiden mussten in diesem schrecklichen Krieg", sagte der singapurische Außenminister.

Singapur sei zwar geografisch weit von der Kriegsregion entfernt, sei aber mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Europa "sehr besorgt". Die Grundsätze der UN-Charta seien die "Grundpfeiler für Frieden und Wohlstand in der ganzen Welt", betonte Balakrishnan. "Wenn plötzlich all diese Pfeiler der Globalisierung ins Wanken geraten, dann sehen wir schwierige, unsichere Zeiten vor uns."

Die Ukraine beschuldigt die russische Armee, in der Stadt Butscha nahe Kiew ein "Massaker" an Zivilisten verübt zu haben. In dem Ort waren nach Angaben der ukrainischen Behörden nach dem Rückzug der russischen Soldaten aus der Hauptstadtregion hunderte Tote entdeckt worden. AFP-Reporter sahen am Wochenende auf einer Straße in Butscha mindestens 22 Leichen in ziviler Kleidung.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Söder: Kanzler Merz steht "sehr stabil und stark"

CSU-Parteichef Markus Söder lässt keinen Zweifel an der Kanzlerschaft von Friedrich Merz (CDU) aufkommen. Merz sei "sehr, sehr stabil und stark", sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag im ARD-"Sommerinterview". "Ich bin fest überzeugt, dass Friedrich Merz der Kanzler bleibt", fügte Söder hinzu.

Neuer britischer Premier Burnham möchte schriftliche Verfassung für sein Land

Der britische Premierminister Andy Burnham hat sich für die Einführung einer schriftlichen Verfassung für Großbritannien ausgesprochen. Der seit zwei Wochen amtierende Premier plädierte am Sonntag für "eine neue Sammlung klarer Grundsätze darüber, wie dieses Land regiert werden sollte", und betonte die Notwendigkeit einer schriftlichen Verfassung. Großbritannien hat - anders als die meisten Länder - keinen verbindlich geltenden, aufgeschriebenen Verfassungstext.

Bas: SPD muss sich neu aufstellen und sichtbarer werden

Angesichts schwacher Umfragewerte sieht SPD-Chefin Bärbel Bas ihre Partei in einer schwierigen Lage. "Da kann keiner mit zufrieden sein. Wir müssen uns neu aufstellen", sagte Bas am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview. Zwar habe die SPD in der Koalition mit der Union auch "viel durchgesetzt", sie müsse aber gleichwohl als Partei "sichtbarer werden".

Trump setzt Iran-Angriffe nach seiner vorherigen Eskalationsdrohung vorerst aus

Im Iran-Krieg sind neue Angriffe der USA zunächst ausgeblieben. US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, er habe einen geplanten Angriff auf Bitten des Iran und anderer Staaten abgesagt, da sich eine neue Vereinbarung abzeichne. Teheran nannte diese Darstellung am Sonntag "nichts als eine neue Lüge" und beharrte auf der Schließung der Straße von Hormus.

Textgröße ändern: