Pallade Veneta - Litwinenko-Witwe: Nawalnys Tod muss Folgen haben

Litwinenko-Witwe: Nawalnys Tod muss Folgen haben


Litwinenko-Witwe: Nawalnys Tod muss Folgen haben
Litwinenko-Witwe: Nawalnys Tod muss Folgen haben / Foto: Jessica HOWARD-JOHNSTON - AFP

Nach dem Tod des prominenten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny hat die Witwe des ermordeten russischen Ex-Spions Alexander Litwinenko von der internationalen Gemeinschaft ein konsequentes Vorgehen gegen die russische Führung gefordert. US-Präsident Joe Biden habe in der Vergangenheit gesagt, es würde verheerende Folgen für Russlands Staatschef Wladimir Putin haben, sollte Nawalny sterben, sagte Marina Litwinenko am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. "Ich will sehen, was das bedeutet, nicht nur Worte", betonte Marina Litwinenko: "Das ist sehr wichtig. Geht von Worten zu Taten über."

Textgröße ändern:

Dies bedeute vor allem Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland. "Der einzige Weg, die russische Opposition im Kampf gegen Putins Regime zu helfen ist, die Ukraine zu unterstützen", betonte die Frau des 2006 durch eine Vergiftung mit radioaktivem Polonium getöteten Ex-Spions. Wenn die Ukraine im Krieg gegen Russland den Sieg davontrage, "könnte das Menschen innerhalb Russlands ermöglichen, sich für Veränderungen einzusetzen".

Marina Litwinenko drückte der Witwe des am Freitag in einem russischen Straflager plötzlich gestorbenen Nawalny ihr Mitgefühl aus. "Ich verstehe Julia sehr genau nach dem, was mit ihrem Mann geschehen ist. Man denkt immer, so etwas wird einem nicht selbst passieren", sagte sie. Der Tod des Kreml-Kritikers sei "ein sehr trauriger Tag" nicht nur für Nawalnys Angehörige, sondern "für viele Russen, die an eine bessere Zukunft für Russland glauben".

Julia Nawalnaja müsse dafür sorgen, dass die internationale Gemeinschaft das Schicksal ihres Mannes nicht vergesse: "Es reicht nicht aus, nur gestern, heute und vielleicht noch ein paar Tage lang darüber zu reden. Darüber muss die ganze Zeit gesprochen werden, bis es Rechenschaft gibt", betonte Litwinenko.

Der frühere russische Spion Alexander Litwinenko war 2006 im Alter von 43 Jahren gestorben, nachdem er bei einem Treffen mit zwei russischen Geschäftsmännern und Ex-KGB-Agenten in einem Londoner Hotel mit radioaktivem Polonium versetzten Tee getrunken hatte. Britische Ermittler kamen zu dem Schluss, dass die beiden Russen Litwinenko im Auftrag des russischen Geheimdienstes vergifteten. Moskau wies dies zurück.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Haftbefehl gegen zwei Deutsche nach Brandanschlag auf bulgarische Starlink-Anlage

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Anlage des US-Kommunikationssystems Starlink in Bulgarien ist gegen zwei Deutsche ein europäischer Haftbefehl erlassen worden. Ein Gericht in Sofia sah es am Montag als erwiesen an, dass die beiden 19-Jährigen am späten Abend des 9. Oktober in einer Bergregion südlich der Hauptstadt acht Starlink-Antennen in Brand steckten. Im Falle einer Verurteilung drohen den beiden Deutschen wegen vorsätzlicher schwerer Brandstiftung Freiheitsstrafen zwischen drei und zwölf Jahren.

US-Regierung untersagt KI aus China für internen Gebrauch

Die US-Regierung hat den Bundesbehörden die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) des chinesischen Unternehmens Deepseek untersagt. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Mitteilung des Heimatschutzministeriums hervor. Gründe nannte das Ministerium nicht.

Selenskyj: Starlink funktioniert an der Front nur eingeschränkt

Der Satelliten-Kommunikationsdienst Starlink funktioniert nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an mehreren Frontabschnitten nur mit gedrosselter Geschwindigkeit. "Unglücklicherweise haben wir festgestellt, dass die Geräte ab einer Geschwindigkeit von 130 bis 161 Stundenkilometern an verschiedenen Frontabschnitten nicht mehr funktionieren", sagte Selenskyj am Montag im Onlinedienst Facebook. Das erschwere es der Armee, Drohneneinsätze zu koordinieren.

Hackerangriff auf CDU-Kreisverband: Phishing-Nachricht auch an Bundeskanzler Merz

Nach einem Hackerangriff auf ein E-Mail-Konto eines CDU-Kreisverbands in Baden-Württemberg sind nach Ermittlerangaben Nachrichten mit Phishing-Links an Bundeskanzler Friedrich (Merz) und andere Menschen aus dem "politischen Umfeld" verschickt worden. Das teilten das Landeskriminalamt in Stuttgart und die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe am Montag mit. Sie übernahmen demnach die Ermittlungen in dem Fall. Hinweise für einen politischen Hintergrund hätten sich bislang aber nicht ergeben, hieß es.

Textgröße ändern: