Pallade Veneta - Mehrere Tote bei neuen Angriffen in der Ukraine und in Russland

Mehrere Tote bei neuen Angriffen in der Ukraine und in Russland


Mehrere Tote bei neuen Angriffen in der Ukraine und in Russland
Mehrere Tote bei neuen Angriffen in der Ukraine und in Russland / Foto: SERGEY BOBOK - AFP

In der Ukraine und in Russland hat es bei neuen Angriffen beider Seiten mehrere Tote gegeben. Bei einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine wurden nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet. Weitere Tote und Verletzte gab es in Cherson und Dnipropetrowsk im Süden der Ukraine. Die Behörden der russischen Grenzregion Belgorod meldeten unterdessen drei Tote.

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In Charkiw wurden ein achtstöckiges Gebäude und eine Fabrik von einer Rakete getroffen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden mindestens fünf Menschen getötet. Regionalgouverneur Oleh Synegubow erklärte, sieben Menschen seien verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei könnte die Opferzahl aber noch steigen. Auch die Staatsanwaltschaft erklärte, die Rettungs- und Löscharbeiten dauerten an. In den Trümmern werde noch nach Verschütteten gesucht. Die Feuerwehr war nach Angaben des ukrainischen Rettungsdienstes mit mindestens fünf Löschfahrzeugen im Einsatz, um einen Brand im obersten Stockwerk des Gebäudes zu löschen.

Charkiw ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine und liegt nahe der russischen Grenze. Zuletzt hatten sich die Angriffe auf die Stadt verstärkt.

Auch aus dem Süden der Ukraine meldeten die Behörden Tote nach Angriffen: In Cherson wurden nach Angaben von Regionalgouverneur Oleksandr Prokudin zwei Zivilisten getötet. Die russische Armee habe außerhalb der Regionalhauptstadt Cherson "mehrere Autos von Zivilisten angegriffen", erklärte Prokudin im Onlinedienst Telegram.

In der Region Dnipropetrowsk wurden nach Angaben von Gouverneur Serhij Lyssak bei nächtlichen Angriffen sechs Menschen verletzt, darunter zwei Jugendliche. In der Stadt Nikopol sei zudem ein Mann durch Artilleriebeschuss verletzt worden. Nikopol liegt am Ufer des Dnipro, der die russischen und ukrainischen Truppen in dem Gebiet trennt.

Bei mehreren ukrainischen Angriffen auf die russische Grenzregion Belgorod wurden nach Behördenangaben unterdessen drei Menschen getötet. Seit dem frühen Mittwochmorgen habe der Bezirk Graiworon unter "massivem Beschuss" gestanden, erklärte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow im Onlinedienst Telegram. Zwei Menschen seien getötet und zwei weitere verletzt worden.

In der Regionalhauptstadt Belgorod wurde nach Angaben des Gouverneurs ein weiterer Mann getötet, dessen Auto von einem Granatplitter getroffen wurde. Auch Wohngebäude, eine Schule und zwei Kindergärten in Belgorod wurden den Angaben zufolge beschädigt.

Die Ukraine hatte ihre Angriffe auf russische Grenzregionen Ende vergangener Woche während der russischen Präsidentschaftswahl verstärkt. Zudem starteten pro-ukrainische Einheiten, die sich aus russischen Kämpfern zusammensetzen, Angriffe auf Dörfer in Grenznähe. Bereits am Dienstag hatte Gladkow deswegen angekündigt, dass in mehreren Ortschaften im Grenzgebiet Kontrollpunkte eingerichtet würden. Zudem sollen etwa 9000 Kinder aus der Region evakuiert werden. Schulen wurden vorübergehend geschlossen.

Der nach offiziellen Angaben mit überwältigender Mehrheit für eine fünfte Amtszeit wiedergewählte russische Präsident Wladimir Putin versicherte am Mittwoch in Moskau, die Sicherheit in den Grenzregionen zur Ukraine wiederherzustellen. Sein Sieg bei der Präsidentschaftswahl sei ein "Prolog" zum Sieg in der Ukraine.

U.Paccione--PV

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