Pallade Veneta - Peruanisches Parlament spricht neuem Regierungschef Adrianzén das Vertrauen aus

Peruanisches Parlament spricht neuem Regierungschef Adrianzén das Vertrauen aus


Peruanisches Parlament spricht neuem Regierungschef Adrianzén das Vertrauen aus
Peruanisches Parlament spricht neuem Regierungschef Adrianzén das Vertrauen aus / Foto: Juan Carlos CISNEROS - AFP

Inmitten der Affäre um Luxusuhren im Besitz der peruanischen Präsidenten Dina Boluarte hat sich der neue Ministerpräsident Gustavo Adrianzén erfolgreich einer Vertrauensabstimmung im Parlament gestellt. 70 von 130 Abgeordneten sprachen der neuen Regierung am Mittwochabend (Ortszeit) das Vertrauen aus, 17 enthielten sich und 38 stimmten dagegen. Adrianzén benötigte die Stimmen der Hälfte des Plenarsaals plus eine Stimme, um die Vertrauensabstimmung zu gewinnen.

Textgröße ändern:

"Gustavo Adrianzén (...) wurde das Vertrauen ausgesprochen", erklärte Parlamentspräsident Alejandro Soto. Der 57-jährige Adrianzén hatte Anfang März das Amt von Alberto Otárola übernommen, nachdem dieser aufgrund von Ermittlungen wegen des Verdachts der Einflussnahme zurückgetreten war. Adrianzéns Regierung ist die dritte Regierung des südamerikanischen Landes binnen 16 Monaten. Die peruanische Verfassung sieht vor, dass der Regierungschef innerhalb von 30 Tagen nach seiner Ernennung vor das Parlament tritt, um seine allgemeine Politik zu erläutern und die Vertrauensfrage zu stellen.

Präsidentin Boluarte ist ihrerseits in eine Skandal um mutmaßlich nicht deklarierte Luxusuhren verwickelt. Das Haus der Präsidentin war in der Nacht auf Samstag im Zuge von Ermittlungen wegen unrechtmäßiger Bereicherung durchsucht worden. Nach Angaben der Polizei waren 40 Ermittler im Einsatz. Sie fanden jedoch keine Luxusuhren im Haus der Präsidentin.

Adrianzén verurteilte die Razzia scharf. Die Durchsuchung sei ein "unerträglicher Angriff auf die Würde der Präsidentschaft der Republik und der Nation, die sie repräsentiert", sagte er im Sender RPP.

Die Affäre hatte im März begonnen, als eine Website eine Reihe von Fotos veröffentlichte, die Boluarte mit mehreren verschiedenen Luxusuhren zeigte, als sie noch Regierungsmitglied war. Sechs Minister des Kabinetts traten infolge der Affäre zurück. Boluarte soll am Freitag verhört werden.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Belagerung durch Siedler: US-Palästinenser hisst US-Flagge an seinem Haus

Ein US-Bürger palästinensischer Herkunft hat an seinem von israelischen Siedlern belagerten Haus im Westjordanland die US-Flagge gehisst. Dies sei eine Botschaft an alle US-Bürger, damit sie sähen, was in dem von Israel besetzten Palästinensergebiet vor sich gehe, sagte Luai Abu Ridi der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Er besitzt eines von drei Häusern in Kusra nahe der Stadt Nablus, die seit mehr als einer Woche von gewalttätigen Siedlern belagert werden.

Nach Trump-Kritik: US-südkoreanisches Manöver soll nach der Hälfte der geplanten Dauer enden

Nach Kritik von US-Präsident Donald Trump am Umfang der gemeinsamen Manöver mit Südkorea soll eine derzeit stattfindende Militärübung beider Staaten nach knapp der Hälfte der geplanten Dauer enden. Das Manöver werde bereits am Freitag zu Ende gehen, teilte am Mittwoch der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Ursprünglich waren die gemeinsamen Übungen mit den US-Streitkräften, die am Montag begonnen hatten, bis Donnerstag kommender Woche angesetzt.

CDU-Generalsekretärin Hoppermann lehnt Zusammenarbeit mit der Linken ab

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann schließt unabhängig vom Wahlausgang in Sachsen-Anhalt eine Zusammenarbeit mit der Linken weiter aus. "Wir haben in der CDU eine klare Beschlusslage: keine Zusammenarbeit mit AfD oder Linken", sagte sie der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Mittwochsausgaben). "Ich sehe nicht, dass wir das neu diskutieren."

Nach Trump-Kritik: US-südkoreanisches Manöver soll früher enden als geplant

Nach der Kritik von US-Präsident Donald Trump am Umfang der gemeinsamen Manöver mit Südkorea soll eine derzeit stattfindende Militärübung beider Staaten früher enden als eigentlich geplant. Das Manöver werde bereits am Freitag zu Ende gehen, teilte am Mittwoch der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Eigentlich waren die am Montag begonnenen gemeinsamen Übungen mit den US-Streitkräften bis zum 27. August angesetzt.

Textgröße ändern: