Pallade Veneta - Kenias Präsident ordnet nach tödlichen Überschwemmungen Evakuierung an

Kenias Präsident ordnet nach tödlichen Überschwemmungen Evakuierung an


Kenias Präsident ordnet nach tödlichen Überschwemmungen Evakuierung an
Kenias Präsident ordnet nach tödlichen Überschwemmungen Evakuierung an / Foto: LUIS TATO - AFP

Nach verheerenden Überflutungen mit mindestens 171 Toten hat in Kenia Staatschef William Ruto das Militär zum Evakuierungseinsatz in besonders gefährdete beordert. "Das Militär, der nationale Jugenddienst und alle Sicherheitsbehörden wurden mobilisiert, um die Bürger in diesen Gebieten bei der Evakuierung zu unterstützen, damit niemand in Lebensgefahr gerät", sagte Ruto am Dienstag bei einem Besuch in der besonders betroffenen Kleinstadt Mai Mahiu.

Textgröße ändern:

Nahe Mai Mahiu war nach heftigen Regenfällen in der Nacht auf Montag ein Damm gebrochen, mehr als 48 Menschen wurden Ruto zufolge durch die daraufhin einen Hügel hinabtosenden Wassermassen getötet.

Besonders gefährdet sind nach Regierungsangaben derzeit die Gebiete im Umkreis der zwei Staudämme von Masinga und Kiambere, die 100 beziehungsweise 180 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Nairobi liegen.

Präsident Ruto sagte weiter, die Menschen in den betroffenen Gebieten hätten 48 Stunden Zeit, um ihre Häuser zu verlassen. Den Vorhersagen zufolge werde es weiter regnen. "Die Wahrscheinlichkeit von Überschwemmungen und Todesopfern ist real, deshalb müssen wir vorsorgen", sagte er weiter. "Es ist der falsche Zeitpunkt für Spekulationen, es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen."

Kenia und weitere Teile Ostafrikas werden seit Wochen von heftigen Regenfällen heimgesucht, die auf das Klimaphänomen El Niño zurückgeführt werden. Staatschef Ruto zufolge kamen durch die darauffolgenden Überflutungen seit März insgesamt 171 Menschen ums Leben. Mehr als 150.000 Kenianer wurden laut jüngsten Zahlen des Innenministeriums in Nairobi infolge der Überflutungen und Erdrutsche obdachlos. Nach Regierungsangaben könnte sich die Lage in mehreren Landkreisen weiter verschärfen.

Am Victoriasee, dem größten Binnengewässer Afrikas, zu dessen Anrainerstaaten Kenia gehört, trat das Wasser ebenfalls über die Ufer.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Behörden: Region Moskau von 620 ukrainischen Drohnen ins Visier genommen

Die ukrainische Armee hat die Region Moskau nach Angaben der russischen Behörden in der Nacht zum Dienstag mit mehr als 600 Drohnen ins Visier genommen. Es seien insgesamt 620 Drohnen auf die Region abgefeuert worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstagmorgen im Onlinedienst Telegram mit. Dabei seien mehrere Menschen verletzt sowie mehrere Gebäude beschädigt worden.

Südkoreas Präsident Lee: Manöver mit den USA sind nicht gegen Nordkorea gerichtet

Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die gemeinsamen Manöver mit Südkorea zu reduzieren, hat die Regierung in Seoul den Verteidigungscharakter der Militärübungen betont. Die gemeinsamen Manöver mit den USA spiegelten "keine Absicht wider, Nordkorea anzugreifen oder die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verschärfen", erklärte Präsident Lee Jae Myung am Dienstag.

Wahlkommission in Sambia: Präsident Hichilema für zweite Amtszeit wiedergewählt

Nach der Wahl in Sambia ist Präsident Hakainde Hichilema von der Wahlkommission zum Sieger ausgerufen worden. Der seit 2021 regierende Staatschef sei mit 60 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden, teilte die Wahlkommission des südafrikanischen Landes am Dienstag mit. Internationale Wahlbeobachter hatten zuvor Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentschaftswahl beklagt.

Moskau droht London nach Bericht über Einsatz britischer Drohnen in Russland

Nach einem Bericht über den Einsatz britischer Drohnen bei ukrainischen Angriffen in Russland hat Moskau die Regierung in London vor den "Konsequenzen" gewarnt. Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine "verantworten" und einen "Preis" zahlen müssen, erklärte die russische Botschaft in London. Ein britischer Regierungssprecher wies die Drohungen in der Nacht zum Dienstag zurück und betonte, dass sein Land die Ukraine weiter unterstützen werde.

Textgröße ändern: